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Provider streiten um Breitbandausbau aus "PC-WELT 5_2018, Seite 6"

Dieses Thema im Forum "Heft: Fragen zur aktuellen PC-WELT" wurde erstellt von Kantiran, 22. April 2018.

  1. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Sorry, aber es sind nicht "maximal 100 MBit/s" sondern immer noch "bis zu 100 MBit/s". Mit "Super-Vectoring" können (unter optimalen, leitungstechnischen Bedingungen) sogar "bis zu 250 MBit/s" realisiert werden.
    Eine garantierte (vertraglich fest zugesagte) maximal Bandbreite gibt es auch bei der Vectoring-Technik nicht.
    Das ist so nicht ganz richtig. Provider mit eigener Leitungstechnik werden das auch weiterhin können. Probleme werden eventuell die kleineren Provider bekommen, die kein eigenes Leitungsnetz, also die Mieter des Telekom eigenen Leitungsnetz sowie deren Technik sind.

    Andererseits, was dem Artikelschreiber wohl entgangen zu sein scheint, bzw. mangelhaft recherchiert wurde, wurde die "Vectoring-Problematik" sowohl von der EU-Kommision als auch von der Bundesnetzagentur abgesegnet und auch von dieser vorgegeben (als Rahmenbedingungen) was der Leitungsinhaber/Leitungsvermieter (Telekom) seinen Mitbewerbern bereit stellen muss, wenn die Telekom "auf der letzten Meile", also im unmittelbaren Nahbereich des HVT/DSLAM, Vecoring-Technik einsetzt.
    Sie, die Telekom, ist auf jeden Fall verflichtet, ihrem Mitbewerb auch weiterhin Zugriff auf die entbündelten Teilnehmeranschlussleitungen (TALs), die kupferaderne Telefonanschlussleitung ab HVT/DSLAM bis zum APL beim Teilnehmer, zu gewähren.
    Bei Einsatz der "Vectoring-Technik" wurde sie dazu verpflichtet, ihrem Mitbewerb ein lokales virtuell entbündeltes Zugangsprodukt (VULA) anzubieten.
    Zum einen verfügten die Kunden nicht über ein 50 MBit schnelles VDSL, sondern über einen "bis zu 50 MBit/s" schnellen VDSL-Anschluss. Zum anderen hatte die Herabstufung auf "maximal bis zu 16 MBit/s" also als ADSL2+ Schaltung nichts mit der "Vectoring-Schaltung" durch die Telekom zu tun, sondern damit, dass sich die Telekom, die in diesem Fall selbst ein Provider ohne eigenes Leitungsnetz mit VDSL-Bandbreite gewesen ist, mit dem Leitungseigentümer (also mit ihrem Vermieter EWE) nicht in Bezug auf die vom Leitungsinhaber verlangten Mietkosten einigen konnte. Die Telekom hatte daraufhin die Zusammenarbeit mit EWE aufgekündigt. Nur deshalb hat die Telekom Ihren Kunden den VDSL-Tarif ab Ende der Vertragslaufzeit gekündigt (was sie rechtlich auch darf - Verträge werden nicht einseitig abgeschlossen) und als Alternative (also auch zum geringeren monatl. Betrag) ihr ADSL2+ Produkt (max. "bis zu 16 MBit/s") angeboten.

    Anmerkungen:
    Mal ehrlich, welcher private Haushalt wird sich, wenn z. Bs. jetzt bereits ein VDSL-Anschluss von "bis zu 50 bzw. bis zu 100 MBit/s" genutzt wird, später den deutlich teueren (alleine schon für die Installation usw.) Glasfaseranschluss (als FTTH = also bis ins Haus mit "bis zu 1.000 MBit/s") leisten wollen? Die wenigsten.
     
  2. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Wo ist der Unterschied? Für mich ist das gleichbedeutend.
    Eben irgendein Wert, der zwischen Null und 100 liegen kann.
     
  3. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

    Er wollte wohl nur ausdrücken, dass wenn 100MBit geschaltet werden, die Leitung auch durchaus mehr vertragen kann. Im Ergebnis macht das praktisch für den Kunden keinen Unterschied. Meine Leitung verträgt messtechnisch 200Mbit, läuft aber nur bei 50Mbit tatsächlich stabil.
     
  4. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Woher willst du Wissen, was ich ausdrücken wollte? Ich wollte damit sagen, dass die Bandbreitenangaben der Provider immer das "bis zu...." enthalten und nie eine "feste Angabe".
    Macht es doch. Die Kunden sollten sich in Punkto Bandbreitenaussage der Provider deren seit letztem Jahr von der Bundesnetzagentur auferlegte "Transparenzverordnung" (z. Bs. Bereitstellung von Produktinformationsblättern bzgl. Max.-/Normal- u. Min.-Bandbreiten) anschauen. In den Produktinformationsblättern müssen die Provider nun eindeutig darstellen, welche Min.- / Normal- bzw. Max. Übertragungsrate für welches "bis zu..." Angebot sie bereitstellen.
    Was ist mit "messtechnisch" gemeint? Was die eventuell vorhandene FRITZ!Box unter "Leitungskapazität" anzeigt, oder das, was der Techniker des Leitungsinhabers zwischen deinem APL und dem örtlichen DSLAM gemessen hat? Wenn ersters, so ist das eine von der FRITZ!Box Software (Firmware) errechnete Leistung aber keine rechtsverbindliche Messung.
    In unseren Nachbargemeinden hat ein regionaler Netzbetreiber (besitzt eigenes Glasfaser- und Kabelnetz) Outdoor/DSLAMS mit daran ankommender/abgehender Glasfaserleitung realisiert. Bestellen seine Kunden z. Bs. einen "VDSL-Anschluss" mit den beworbenen "bis zu 50 MBit/s", wird eine Leistung von ca. 57 MBit/s bereitgestellt und die kommen "messtechnisch" (mit rechtlich anerkannter Messtechnik gemessen) auch tatsächlich an.
    @magiceye04
    Bei "Null" wird nichts geschaltet. Erfüllt ein vom Kunden beauftragter "bis zu 100 MBit/s" Anschluss nicht die Mindestanforderungen gemäß "Produktinformationsblatt" des Providers, wird auch kein "bis zu 100 MBit/s" Anschluss geschaltet bzw. berechnet. Im Gegenteil, er wird versuchen, den Kunden umzuberaten, z. Bs. auf den eventuell leitungstechnisch möglichen "bis zu 50 MBit/s" Tarif.

    Bs. aus einem "Provider Produktinformationsblatt" für seinen beworbenen "bis zu 100 MBit/s" Tarif:
    Im Download: Max. 100 MBit/s / Normal 96,4 MBit/s / Min. 54 MBit/s
    Im Upload: Max. 40 MBit/s / Normal 38 MBit/s / Min. 20 MBit/s
     
  5. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

    Genau was da steht - gemessen von diversen Technikern der Telekom mit deren Geräten.
     
  6. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Und Max = Biszu. Passt also.

    Ich hatte schon mehrmals den Wert Null. Aber natürlich nur kurzzeitig, bis die Leitung wieder da war.

    PS: Was mir der Telekom-Techniker ausgemessen hatte, wird von der Fritzbox exakt genau so als Leitungskapazität angezeigt (18/2,6), netto kommt natürlich etwas weniger an.
     

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