Ratgeber: Ebay-Vertipper

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von The Undertaker, 29. April 2004.

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  1. miramanee

    miramanee Kbyte

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    Beiträge:
    160
    Dann lässt man eben das Porto generell offen und teilt es dem Käufer erst nach Zuschlag mit. Wer kann mir eine Porto- und Logistikpauschale von 100 oder mehr Euros verbieten? Logistik ist das Beschaffungswesen. Wenn ich einen Mercedes für 35.000 Euro beschaffen muss, dann sind diese Kosten gerechtfertigt und ich könnte quasi jeden Artikel für einen symbolischen Euro einstellen. Man muss nur genau überlegen wie man den Verkaufstext formuliert. :D
     
  2. The Undertaker

    The Undertaker Halbes Megabyte

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    Beiträge:
    605
    Solche Fragen ergeben sich immer dann, wenn Dinge getan werden, ohne sich vorher richtig zu informieren. Das Auto von Mercedes Müller-Meier-Schmitz für 'nen Appel un en Ei bekommt man auch nicht, wenn man mit einem Apfel und einem Ei dorthin wandert. Ein Kaufvertrag kommt nur dann zustande, wenn zwei gleichlautende Willenserklärungen abgegeben werden. Wird eine Willenserklärung jedoch abgegeben, die auf einem Irrtum beruht und ohne diesen Irrtum nicht abgegeben worden wäre und man dies auch noch beweisen kann, ist die Willenserklärung nichtig und der Kaufvertrag damit hinfällig. Ein Blick ins BGB kann nicht schaden, bevor man sich als Ebay Mega-Profi-Seller betätigt.
    Aber so ist das eben, vor lauter Dollar-Zeichen in den Augen sieht man halt die kleinen fiesen Fallstricke auf dem Boden nicht und wundert sich dann, wenn's einen lang hinschlägt :D .

    The undertaker
     
  3. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Beiträge:
    5.094
    Ähem, hüstel...

    ... ohne schuldhaftes Zögern...

    wer schuldlos zögert, darf auch später noch anfechten, wer aber sehenden Auges das Unheil seinen Lauf nehmen läßt, der fechtet eben zu spät und damit nicht wirksam an. Und muß sich dann vom Wägelchen mit triefenden Augen trennen.

    MfG Raberti
     
  4. Parkwaechter

    Parkwaechter ROM

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1
    Nur, um genau zu sein:

    Die Willenserklärung ist keineswegs nichtig! Das würde nämlich bedeuten, dass der Vertrag gar nicht erst zustande kommt (wie es - aber eben falsch - im PC-Welt-Artikel steht). Der Verkäufer müsste dann gar nichts tun. Der Käufer könnte dann klagen, um im Prozess zu erfahren, warum er die Ware nicht bekommt, und dürfte dann die Verfahrenskosten auch noch bezahlen.

    Anfechtung bedeutet, der Verkäufer muss dem Käufer gegenüber erklären, dass er seine Willenserklärung nicht gelten lassen will, weil er irrtümlich etwas erklärt hat, was er nicht wollte. Erst diese Anfechtungserklärung beseitigt die Wirksamkeit des Kaufvertrages.

    Der Unterschied ist nicht nur juristische Erbsenzählerei. Die Anfechtungserklärung muss nämlich unverzüglich, d.h. "ohne schuldloses Zögern" erfolgen. Geschieht dies nicht, kann der Käufer die Ware verlangen, weil der Kaufvertrag wirksam bleibt.
     
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