SACD und DVD-Audio: Das Warten auf den Durchbruch

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von don lupo, 16. November 2005.

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  1. don lupo

    don lupo Kbyte

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    Beiträge:
    215
    Irgendwie erinnert mich die Situation an die (längst tote) Quadrophonie bei Vinyl-Schallplatten: zwei verschiedene (damals absolut inkompatible) Systeme (CD-4 und SQ), doppelter Aufwand in der Wiedergabekette (vier statt zwei Kanäle), ein sündhaft teures Abtastsystem für den Plattenspieler und ein ebensolcher Decoder (bzw. zwei Abtastsysteme und zwei Decoder, falls man in sich in beiden Welten bewegen wollte). Ein Quadro-Kopfhörer hatte mehr Ähnlichkeit mit einer Haartrockenhaube. Außerdem gab es nur sehr wenige echte Quadro-Schallplatten, durch die Bank (natürlich ebenfalls sehr teure) Direktschnitte.
    Ach ja: bei der Einrichtung einer Quadro-Anlage war es zweckmäßig, erst die Anlage aufzustellen und dann das Wohnzimmer rundherum zu bauen, den die echte Raumklangzone hatte Platz für max. drei Personen, und das auch nur, wenn keine störenden Möbel o. ä. herumstanden.

    Fazit: Quadrophonie führte seinerzeit ein Schattendasein für audiophile Freaks mit dem nötigen Kleingeld.

    Auch wenn sich seit damals (vor allem) preislich einiges getan hat, so wirken sich die qualitativen Vorzüge von SACD und Audio-DVD erst bei Wiedergabesystemen aus, die nicht unbedingt in der Preisklasse eines Otto Normalverbrauchers liegen. Und die Ohren, um die feinen Unterschiede hören zu können ( den Raumklang klammere ich hier mal aus) haben nur die Wenigsten.

    Grüße,
    don lupo
     
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