San Francisco verklagt Microsoft

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von Lactrik, 31. August 2004.

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  1. Lactrik

    Lactrik Guest

    Vor 1 Monat irgendwo in San Francisco...

    "Hm unsere Kassen könnten mal wieder ein bisschen Geld vertragen. Hat jemand eine Idee?"

    - "Wir könnten Microsoft verklagen! :D"

    "Aber das hat Kalifornien doch schon gemacht und sich mit denen geeinigt und dabei gut kassiert."

    - "Hm, ich schau mal, ob sich da noch was machen lässt..."

    1 Woche später...

    - "Ich habs! Die Klage bezog sich nur auf Privatkonsumenten. Wir können Microsoft also dennoch verklagen :D"

    "Klasse! Wieviel können wir dabei holen?"

    - "Ich würde sagen, wir orientieren uns dabei an Kalifornien, die haben 1,1 Mrd. $ kassiert."

    "Nagut, machen wir das! Selbst wenn wir nur die Hälfte dabei holen können, ist auch Geld. Moment... weshalb wollen wir sie überhaupt verklagen?"

    - "Hm darüber hab ich noch nicht nachgedacht... :s"

    1 Woche später...

    - "Ich weiss es! Wir nehmen einfach den gleichen Grund wie die US-Bundesstaaten vor einigen Jahren und alle anderen Kläger auch!"

    "Das ist ne gute Idee! Was war der Grund?"

    - "Keine Ahnung. Wir übernehmen einfach deren Formulierung, die nennen es so: Microsoft habe durch sein Marktverhalten den Wettbewerb gestört und eine Monopolstellung auf dem Weltmarkt erlangt."

    "klingt gut! Und nun verklag sie :D"

    Weitere 2 Wochen später kann man auf http://www.pcwelt.de diese News lesen.

    :rolleyes:
     
  2. Lord_Yu

    Lord_Yu ROM

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    31. August 2004
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    1
    rofl

    geil:D:D
     
  3. vampir-biber

    vampir-biber Kbyte

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    128
    Zeitgleich im selben Lande...

    "Hey, findest du nicht, dass MS ziemlich gute Software wie Word für sehr sehr wenig Geld verkauft?"
    "'Ziemlich gute Software'??? Haste sie noch alle?!?"

    "Naja, Openoffice ist gut... aber kommt nicht ganz an MS Word ran, und die ganze andere Office Palette wird doch überall von jedem genuttz, ist doch praktisch so, nicht?"

    "Naja, wenn jeder ein andere Format nutzen würde, gäbe es schon Probleme.. für das gibt es doch Standarts"

    "Ja, aber die Programme die diese Standarts unterstützen sind, wenn sie überhaupt an MS rankommen, viel viel teurer"

    "Irgendwie haste Recht, MS ist wirklich billig, auch mit ihren Studentenversionen"
     
  4. islaender

    islaender Byte

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    29. Juni 2001
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    22
    ich finde die idee des verklagens klasse - waere doch auch eine ueberlegung fuer die chronische geldknappheit der haushaltskassen unserer staedte?!

    P.S. auch ich finde windows zu teuer - darf auch ich klagen???
     
  5. Lactrik

    Lactrik Guest

    Jetzt mal im Ernst... es wird doch keiner gezwungen, Mirosoft-Produkte zu kaufen.

    Sonst könnte ja auch der Fahrer eines Subaru auf den Gedanken kommen, Mercedes-Benz zu verklagen, weil deren Autos ja viiieeel zu teuer sind. Absurd oder?
     
  6. gracchus

    gracchus Kbyte

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    140
    Ich finde es richtig, Monopolisten vor den Kadi zu zerren!

    Microsoft hat mit großem (Werbe-) Aufwand Betriebssysteme wie OS/2 oder BEOS vom Markt verdrängt - da soll mir einer erzählen die hätten ihre Monopolstellung nicht absichtlich geschaffen. Und die Lizenzzahlungen an SCO dienen doch nur einem Zweck: Auch noch Linux platt zu machen.

    Im übrigen wäre es für Microsoft ein leichtes, Office für Linux auf den Markt zu bringen - aber damit würde sie sich ihr eigenes Grab schaufeln, und so dumm sind sie schließlich auch nicht.
     
  7. Lactrik

    Lactrik Guest

    Ein Monopol besteht, wenn man keine Wahl hat... bei den Betriebssystemen hat nun wirklich jeder die freie Wahl.

    Spieleherstellern steht es frei, für Linux zu entwickeln, Anwendern steht es frei, Linux zu wählen - ich mache das nicht, da ich die Bedienung von Windows nach wie vor am einfachsten finde. Aber jedem das Seine ... aber ein Monopol besteht nun eindeutig nicht.
     
  8. BodoGiertz

    BodoGiertz Kbyte

    Registriert seit:
    24. November 2000
    Beiträge:
    154
    Zitat.
    Ein Monopol besteht, wenn man keine Wahl hat... bei den Betriebssystemen hat nun wirklich jeder die freie Wahl.

    De Jure ja - De Facto nein Sieht das nicht ein Blinder mit Krückstock ?



    Zitat:
    Spieleherstellern steht es frei, für Linux zu entwickeln, Anwendern steht es frei, Linux zu wählen - ich mache das nicht, da ich die Bedienung von Windows nach wie vor am einfachsten finde. Aber jedem das Seine ... aber ein Monopol besteht nun eindeutig nicht.


    Sorry aber könntset du auch mal ein bißchen über die Hintergründe nachdenken.

    Das Monopol ist z.B. defacto da wenn der Markt erobert wurde und es sich für Spielehersteller wirtschaftlich nur lohnt Spiele eben nur für dieses Betriebssystem zu entwickeln. Das eine bedingt das Andere.

    Welcher Anwender hat denn die Wahl wenn für den Otto-Normal User PC gleich Windows ist ?

    MS hat den Markt mit viel Geschick aber auch zweifelhaften Methoden erobert und versucht nun ihn abzuschotten und das ist gegen die Regeln der Marktwirtschaft.

    Ein Beispiel :

    Rüge für Microsofts Anti-Linux-Werbung

    Zu dick aufgetragen hat Microsoft[1] offensichtlich in einer
    Anti-Linux-Kampagne in Großbritannien. Die britische Advertising
    Standards Authority (ASA)[2], vergleichbar mit dem Werberat in
    Deutschland, hat den Redmonder Riesen gerügt und zur Änderung der
    Kampagne aufgefordert.

    In der monierten Zeitungsanzeige werden vordergründig die Kosten
    von Linux und Windows im Servereinsatz verglichen. Die
    abgebildeten Grafiken und Texte erwecken den Eindruck, der
    Einsatz von Linux verursache zehnmal höhere Kosten als Windows.
    Lediglich im Kleingedruckten findet sich ein knapper Hinweis,
    dass der Vergleich auf unterschiedlichen Hardwaresystemen
    basierte. Da die Hardware-Kosten mit in die Kalkulation
    eingingen, haben diese das Resultat entscheidend beeinflusst.

    Microsoft wies die Kritik der ASA in einer ersten Stellungnahme
    zurück, will aber dennoch seine Kampagne überdenken.

    [1] http://www.microsoft.com
    [2] http://www.asa.org.uk/index.asp
     
  9. jumper1

    jumper1 Kbyte

    Registriert seit:
    31. März 2002
    Beiträge:
    201
    ich bin überzeugt, die gegenwärtigen wie die künftigen kläger werden so lang keine ruhe geben, bis sie bills imperium tot geklagt haben. Dann ist die melkkuh unbrauchbar und wird uninteressant. Selbst so grosse firmen wie microsoft können mit derartig astronomischen klagen locker kaputt gemacht werden.
    das erklagte geld fehlt für die entwicklung und fertig ist der lack....
    Tolle Welt... und schöne aussichten..

    gruss j1
     
  10. Lactrik

    Lactrik Guest

    Nein. Was wäre so schwer daran, ein Spiel für Windows und für Linux und für Apple MacOS herauszubringen? OpenGL als Grafikschnittstelle ist in allen aktuellen Windows-Grafiktreibern (von nvidia und ati) integriert und läuft auch unter Linux. ID Software macht es doch mit Doom3 und seiner Quake-Reihe genauso. Und sie verdienen nicht schlecht dabei...

    Ich glaube, hier geht es den Spieleherstellern mehr darum, ihre Ressourcen zu schonen. Frei nach dem Motto: Warum sollte ich für Linux portieren, wenn ich mit Windows schon 95% der Zielgruppe erreiche?

    Da sollten aber eher die Spielehersteller zum Umdenken bewogen werden... nur wenn Anwendungssoftware und Spiele auch für Linux in Masse verfügbar sind, hat das System eine Chance bei den Privatanwendern. Sonst nicht. Und da kann man Microsoft nicht mehr viel vorwerfen, sollen sie etwa den Herstellern noch Prämien zahlen, damit diese für Linux portieren, bis die US-Städte zufrieden sind?

    Einfach ***... sollen die Hersteller eben etwas Zeit und Geld in die Portierungen investieren, sie bekämen das Geld ja auch wieder durch den Verkauf ... aber soweit denkt keiner von denen, da sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, dem schnellen Geld hinterher zu jagen und 3 Monate später gilt das Produkt schon wieder als out und sie arbeiten bereits am Nachfolger... (die Spiele-Industrie ist nur ein Musterbeispiel).
     
  11. BodoGiertz

    BodoGiertz Kbyte

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    154


    Überleg doch mal bitte genau ob dieser Vergleich nicht etwas daneben ist !

    Sind 95 % der Autos Mercedes ? Nein !
    Gibt es fast nur Ersatzteile, die auf Mercedes optimiert sind ? Nein !
    Sind 75 % der Ersatzteile so konstruiert dass sie nur in einen Mercedes passen ?
    Gibt es Benzin, das nur in einem Mercedes funktioniert ???
    Gibt es Tankstellen, die sagen ,, Sorry - Hier dürfen Sie nur mit einem Mercedes tanken ?

    Wenn du alle diese Fragen mit ja beantworten könntest DANN würde dieser Vergleich ungefähr hinkommen.

    Und niemand würde das akzeptieren und alle -unlauterer Wettbewerb- schreien.
    Aber bei PC-OS soll das dann alles ok sein und wer dagegen angeht ist ein Stinkstiefel :confused:
     
  12. BodoGiertz

    BodoGiertz Kbyte

    Registriert seit:
    24. November 2000
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    154

    Was für ein Lack ?
    Keiner weiß wieviel Kreativität MS bis jetzt durch seine Geschäftspolitik bis jetzt abgewürgt hat ...

    Außerdem würde es völllig ausreichen, das sich Billy auf sein Betriebs-System beschränkt (dann macht er immer noch genug Kohle) und so wenigstens den Markt für Anwender-Software wieder öffnet (vor allem Office-Produkte)
    Das sind Beschränkungen, wie sie einem fast-Monopolisten in jeder anderen Branche auferlegt werden. Warum nicht auch hier :p
     
  13. Lactrik

    Lactrik Guest

    Weil jeder entwickeln und verkaufen kann, was er will? Und wenn ich ein Betriebssystem entwickel und dazu ein Officepaket und ich lasse das Officepaket nur unter meinem System laufen, dann ist das völlig okay. Wenn ich einen Browser entwickel und lege dem meinem System kostenlos bei, dann ist das auch okay. Es sind meine Produkte... ich kann sie Bündeln und zu Preisen verkaufen, wie ich will.

    Und wenn die Preise zu hoch sind - kauft sie keiner. Wenn die Preise zu niedrig sind, kommen die Wettbewerber in Zugzwang, aber warum mich jemand verklagen sollte, das ist mir nicht ganz klar.
     
  14. BodoGiertz

    BodoGiertz Kbyte

    Registriert seit:
    24. November 2000
    Beiträge:
    154
    Weil jeder entwickeln und verkaufen kann, was er will? Und wenn ich ein Betriebssystem entwickel und dazu ein Officepaket und ich lasse das Officepaket nur unter meinem System laufen, dann ist das völlig okay. Wenn ich einen Browser entwickel und lege dem meinem System kostenlos bei, dann ist das auch okay. Es sind meine Produkte... ich kann sie Bündeln und zu Preisen verkaufen, wie ich will.

    Und wenn die Preise zu hoch sind - kauft sie keiner. Wenn die Preise zu niedrig sind, kommen die Wettbewerber in Zugzwang, aber warum mich jemand verklagen sollte, das ist mir nicht ganz klar.

    [/QUOTE]


    Mann :aua:

    Weil so ein Verhalten Wettbewerbswidrig ist und langfristig der Marktwirtschaft schadet. Sie basiert auf Wettbewerb wie soll der hier noch stattfinden ???


    Stell dir mal vor du hast jetzt eine Tolle Idee und machst daraus eintolles Produkt.
    Aber keiner will es kaufen weil der Markt schon beherrscht wird von jemandem, der eine ähnliche Idee hatte, sein Produkt ist nicht besser oder sogar nicht so gut wie deins aber er wurde früher geboren als du und hat deshalb 10 jahre Vorsprung.
    Obwohl du nun eine gute günstige Alternative anbieten kannst kauft sie keiner weil du nicht so viel Kohle für Werbung hast und dein Produkt durch Gegen-Werbung auch noch schlecht gemacht wird.
    Die Händler werden dezent unter Druck gesetzt und du dümpelst schließlich bei einem Markt-Anteil von 5% herum ...


    Außerdem:
    wenn ich ein Betriebssystem entwickel und dazu ein Officepaket und ich lasse das Officepaket nur unter meinem System laufen, dann ist das völlig okay.

    MS macht es eben genauanders herum !
    So wurde z.B. schon zu Windows-3 Zeiten Lotus-123, die bis dahin führende Tabellen-Kalkulation fast ganz vom Markt verdrängt weil Bill Gates sein Windiws so abänderte, das Lotus dort nicht mehr funktionierte.
    Und zu dieser Zeit war er schon Marktführer bei Betriebs-Systemen.


    (IBM hat dann die Firma aufgekauft)

     
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