Schufa: Selbstauskunft online abrufen

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von theseboots, 3. Januar 2006.

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  1. theseboots

    theseboots Kbyte

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    Ein ganz schön saftiger Kapitalistenpreis, für eine Arbeit von 5 Minuten und ner 55 Cent-Briefmarke.

    Die Schufa sitzt am richtigen Hebel, wenn sich einer die 7,60 nicht leisten kann, wissen die es sofort.
     
  2. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Wer einen Schufa-Eintrag hat wird auch noch bei verschiedenen PRIVATEN (!!!) Schuldnerauskunftsdateien geführt. Diese hängen mit irgendwelchen Geldeintreibefirmen (Inkasso-Unternehmen) zusammmen.
    Anfragen von Firmen werden nicht nur an die Schufa gesandt. Auch private Auskunftsdateien werden abgefragt.
    Woher diese die Berechtigung zum Speichern solcher Daten haben ist mir ein Rätsel. Hierfür wurde eben die Schufa eingerichtet.

    Für einen Schuldner ist es heutzutage unmöglich nachzuvollziehen, wer wo welche Daten über den Schuldner gespeichert hat.
    Inkassodienste wechseln die Namen alle 2 Monate, Gläubiger beauftragen mitunter mehrere Inkassodienste gleichzeitig.

    Wenn ein private Auskunftsdatei eine Auskunft über einen Schuldner erteilt, koste es den Schuldner 12 Euro (!!!), nur um zu erfahren, an wen die Aukunft erteilt wurde.

    Die Schufa ist ein gute Einrichtung. Diese Geldeintreibefirmen müsste man mal genauer unter die Lupe nehmen. Meist haben diese selbst horrende Schulden, darum auch der häufige Namenswechsel. Ich als Privatperson kann zur Entschuldung nicht einfach den Namen oder Rechtsform wechseln.
     
  3. wildsurfer

    wildsurfer Kbyte

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    ich persönlich sehe das etwas anders, denn solange der wirtschaft (banken, shops,etc) die diese daten nutzt, keine regeln auferlegt werden, auch mit problemkunden geschäft betreiben "zu müssen" (dabei meine ich insbesondere banken, die sich zur einrichtung von guthabenkonten auch für negativschufa verpflichtet haben, diese vereinbarung allerdings fast nie einhalten) wird ein zweiklassengesellschaft aufgebaut, die meines erachtens sogar gegen das grundgesetz geht, und damit ist die schufa eine zweite macht im staate!

    ciao
    wolfgang:mad:
     
  4. 911

    911 Byte

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    Bei jedem Einkauf und Zahlung mit EC-Karte, Kreditkarte und Kundenkarten kann das Kaufverhalten festgestellt werden. Außerdem wer hat nichts besseres zu tun, als Daten der Mitbürger zu "erforschen"? Wer regt sich denn immer auf? doch nur die, die etwas zu verbergen haben - oder? Außerdem sollte man mal an die Geschädigten denken und nicht nur an die ach so armen Schuldner. Privatinsolvenz - toll wieviele Arbeitsplätze gehen verloren, weil z.B. Handwerker nicht bezahlt werden. Vermieter bleiben auf Kosten sitzen etc. Jeder will mit 18 volljährig sein und wählen - sprich überall mitbestimmen. Führerschein mit 17 - und soooooooo erwachsen sein. Aber mit Geld nicht umgehen können und andere auch bewußt (überwiegend!!!!!!) schädigen. Ich selbst habe einige Erfahrungen mit diesen Zeitgenossen. Die Schufa ist eine sinnvolle Einrichtung - und bei Verträgen, bei denen es ums Geld geht, nur zu empfehlen.

    So, nun könnt ihr anfangen mich zu zerfleichenschen!

    :bitte:

    :cool:
     
  5. WoKraft

    WoKraft Kbyte

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    Hallo 911
    Eigentlich geht es doch nur um den "gläsernen Kunden". muss jeder wissen. wann wo was Ich einkaufe?
     
  6. theseboots

    theseboots Kbyte

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    1. April 2005
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    Keine Angst, niemand will Dich zerfleichenschen.
     
  7. Irmer

    Irmer Kbyte

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    236
    Zum Theme: ...doch nur die die etwas zu verbergen haben...

    Schonmal Filme die Staatsfein Nr.1, oder Brazill gesehen?
    Klaar, sowas ist überspitzt dargestellt.
    Aber dennoch tragen immer wieder auch unbescholtene Bürger
    die Negativfolgen von Datensammlung und missbrauch.

    Zb. hat mal jemand bei 10 Banken nach Konten gefragt,
    um dort eines zu eröffnen.
    Für die Schufa schien es aber als wäre er jedesmal von der Bank abgelehnt worden,
    und so bekam er nicht nur nachher nicht nur kein Konto, sondern hatte auch noch mehr ärger dadurch.
    Übrigens war er ein unbescholtener Bürger mit hohem Kapital und Einkommen.

    Und sowas ähnlichem kann auch DIR passieren.
    Wenn man solche aussagen trifft, denkt man nicht daran
    das es auch immer wieder unschuldige treffen kann,
    die garnichts getan haben.
    (Es kamen z.B. in den USA auch schon nachweislich unschuldige auf den Elektrostuhl.)
    Deswegen sind solche Pauschalaussagen wie:
    Härtere Strafen für Kriminelle, denn die haben es ja nicht anders verdient!
    Nur sehr kurz gedacht....
     
  8. WoKraft

    WoKraft Kbyte

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    363
    Hallo Irmer
    Warum muss immer USA als Sündenbock herhalten?
    Ich bin öfter beim Spon zu gange zu, es dauert nicht lange und USA ist an allem schuld.

    MfG
    Wolfgang
     
  9. mopani

    mopani Kbyte

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    Bundesdatenschutzgesetz BDSG § 19, Absatz 7 (öffentlich)
    "Die Auskunft ist unentgeltlich."

    Bundesdatenschutzgesetz BDSG § 34, Absatz 5 (nichtöffentlich)
    "Die Auskunft ist unentgeltlich. Werden die personenbezogenen Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung gespeichert, kann jedoch ein Entgelt verlangt werden, wenn der Betroffene die Auskunft gegenüber Dritten zu wirtschaftlichen Zwecken nutzen kann. Das Entgelt darf über die durch die Auskunftserteilung entstandenen direkt zurechenbaren Kosten nicht hinausgehen. Ein Entgelt kann in den Fällen nicht verlangt werden, in denen besondere Umstände die Annahme rechtfertigen, dass Daten unrichtig oder unzulässig gespeichert werden,..."

    Normalerweise braucht man meines Erachtens keine Schufa-Dienste. Ich habe das zumindest noch nicht. Wer z.B. meint er würde für diverse Verträge entsprechende Auskünfte erteilen müssen, der irrt gewaltig.

    Ich empfehle jedem bei allen entsprechenden Diensten per eingeschriebenen Brief mit Rückschein gemäß des Bundesdatenschutzgesetzes ein globales Verbot auszusprechen eigene Daten in irgendeiner Weise zu nutzen oder gar an Dritte weiterzugeben. Dies soll auch für alle Vorgänge gelten, bei denen man versehentlich eine Schufa-Klausel unterzeichnet haben könnte. Es muss explizit ein generelles Verbot ausgesprochen werden seine personenbezogenen Daten sonstwie zu nutzen. Bei Missbrauch droht man mit eine Schadensersatzklage in Höhe von 25.000 EUR. Ob die Unternehmen dies auch befolgen ist leicht zu ermitteln, indem man entsprechenden Dienst testweise nutzt.

    Bezüglich der Auskunft sollte man das schriftlich per Post anfordern. Für die 7,60 EUR verlangt man eine detaillierte Auflistung der Kosten. Der Beriff "Verwaltungsaufwand" alleine reicht nicht aus (man könnte sogar fordern die Blattkosten detailliert zu erörtern). Weiter ist es erforderlich die Auskunft zu erweitern. Normalerweise erhält man nur Informationen über Einträge, aber nicht Abfragen. Ihr habt das Recht zu erfahren wann, wer die personenbezogenen Daten abgerufen hat. Im Sinne der Überschaulichkeit fordert man einfach mal die Daten der letzten 10 Jahre an. Ich würde sagen, der Preis ist dann eher gerechtfertigt. Und wenn z.B. 100.000 Menschen mitmachen, haben die auch mal richtig etwas zutun :rolleyes:.

    Lasst euch nicht ins Boxhorn jagen. Auch wenn man sich datenrechtlich in diesem Land kastriert vorkommt, hat man noch immer jede Menge Möglichkeiten. Nutznießer verbiegen das Recht heutzutage auf eine Art und Weise, die bisher unerreicht war. Das geht aber in erster Linie nur deshalb, weil man es zulässt bzw. stillschweigend duldet.
     
  10. WoKraft

    WoKraft Kbyte

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    363
    Hallo mopani
    Habe mal Deine Homepage besucht: Klasse!

    Aber warum bist Du gegen Religion?

    Wolfgang
     
  11. mopani

    mopani Kbyte

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    Wir sollten in diesem Thread keine Grundsatzdiskussion über Religion führen. Um es aber kurz zu sagen ist für mich Religion (lat. religio = Gottesfurcht) ein Kastration des freien, gesunden Menschenverstandes. Menschen werden von Geburt an mit einem verlogenem Weltbild mürbe gemacht, weil man in der Vergangenheit entdeckte, dass dies eine optimale Form der Kontrolle darstellt. Das geht soweit, dass man sich als Erwachsener sogar einredet für den Glauben bewusst entschieden zu haben.

    Es gibt bis zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Hin- oder Beweis für das, was von den verschiedenen Religionen vorgelogen wird. Behauptungen gegenteiliger Natur konnten zu keinem Zeitpunkt verifiziert werden und hielten nicht einmal eine Sekunde lang einer empirischen Forschung stand.

    Das Hauptproblem einer Religion ist meines Erachtens, dass sie Wunder impliziert. Gläubigen wird der Eindruck vermittelt, dass für eine essentielle Veränderung bzw. Verbesserung kein eigenes Zutun notwendig ist und man sich faktisch faul zurücklehen und abwarten kann, damit alles von alleine besser oder anders wird.

    Weiter möchte ich hier nicht gehen. Das Usenet bietet u.a. eine breite Plattform für Gedanken dieser Art. Erwartet also hier keine weitere Stellungnahme mehr.
     
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