Siemens plant den Abbau von rund 5000 Stellen in Deutschland

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von M8, 5. April 2004.

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  1. pepedon

    pepedon ROM

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    Vielleicht sollten sich die "Großbank mit angeschlossener Haushaltswarenabteilung" ihrer sozialen Verantwortng bewusst sein... (Aber vielleicht auch noch andere Großfirmen!) Immer nur den Wirtschaftsstandort schlecht reden und trotzdem riesege Gewinne einfahren. Leider triffte es halt immer nur die "Kleinen" - und die "Großen" kassieren ab...

    Vielleicht wird mein Mobiltelefon doch kein Siemens mehr sein...
     
  2. M8

    M8 Byte

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    Ich frag ja nur.
    Ich schaue schon, ob Produkte hier in Deutschland hergestellt werden oder nicht. (ja, liebe Erbsenzähler: ich weiss, dass das manchmal nicht geht - aber die Mühe mache ich mir)
    Dass die Produktionsstätten im Osten wirklich sooo viel billiger sind, das glaube ich nicht.
    Dort müssen zum Beispiel mehr Bestechungsgelder bezahlt werden, dort wird mehr gestohlen und in 3 Jahren wollen die Mitarbeiter sich die Produkte, die sie herstellen, auch kaufen können. Ob die dann noch für einen Hungerlohn arbeiten, ist sehr fraglich (siehe Taiwan, Korea, Japan).
    Andererseits frage ich mich auch, ob Siemens Deutschland in der Lage ist, den Verwaltungswasserkopf los zu werden ohne die ganze Firma zu schliessen. Wahrscheinlich nicht.
    Was ist eigentlich eine Zwickmühle?
     
  3. hansdieterlang

    hansdieterlang Kbyte

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    219
    Macht Euch mal die Mühe und erkundigt Euch nach den Richtlininien für Veredelung von Produkten z.B. in Polen. Beispiel: Ihr schickt Alu-Rohre für einen Flugdrachenrahmen nach Polen und bekommt diese nach Zusammschweißen zurück - Arbeit ca. 12-15 Arbeitsstunden.

    Nach Abzug aller Subventionen und Transportkostenerstattungen kostet das Zusammenschweißen incl. Transport noch knappe 20 Euro. Rechnet mal, was die 12-15 Stunden in Deutschland gekostet hätten.
    Aber ..... es sind weniger die Kosten des Arbeitslohnes, sondern viel mehr die Transportkostenerstattungen und Subventionen, die wir alle durch Steuern bezahlen, was das so billig macht.

    Und nun erkläre mir mal einer, warum hier nicht endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Das kann ich schon fast als vorsätzlichen Arbeitsplatzabbau bezeichnen.

    Wir haben handlungsunfähige und korrupte Politiker. Das ist es.

    HD
     
  4. jrgkec

    jrgkec ROM

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    Ich muss Dir leider zustimmen.:mad:
    Da unsere Unternehmer nur noch an MONEY denken, sollte der Verbraucher mal etwas Dankhilfe geben.
    Wir sollten Firmen, speziell DEUTSCHE Firmen, boykottieren, wenn Sie ihre Produktion großflächig in die Billiglohnländer auslagern. Wer will in Deutschland in wenigen Jahren denn noch diese Artikel zu deutschen (hohen) Preisen kaufen, wenn alle arbeitslos sind. Auch wenn manche anderes sagen, die Stütze ist meist deutlich niedriger als normaler Lohn. Ein Arbeitsloser wird daher kein teueres Siemens-Handy oder einen VW kaufen können.
    Noch vor wenigen Jahrzehnten waren wir stolz auf unsere SOZIALE Marktwirtschaft. Gemeinwohl steht über Betriebswohl!!

    Wir machen den Amis doch vieles nach. Warum nicht auch das (frei übersetzt): KAUFT DEUTSCHE WARE!

    Damit kein Verdacht aufkommt: Ich bin ein echter Europäer und zudem (noch immer) Sozi. Etwas nationales Bewusstsein sollten wir Deutsche uns inzwischen auch wieder leisten dürfen.
     
  5. ODO

    ODO Megabyte

    Registriert seit:
    14. September 2000
    Beiträge:
    1.053
    ...da hatten wir doch gerade zu Ostern vor, uns einige Produkte ( Handys / Spülmaschine...usw. ) der Marke Siemens zuzulegen...aber unter diesen Gesichtspunkten wohl doch nicht mehr.... BOYKOTT !
    Man wird sich wohl demnächst vor Kauf einiger deutscher Markenprodukte zunächst erst einmal die Börsennachrichten und Unternehmens-und Sozialpolitikpolitik einiger Unternehmen zu Rate ziehen müssen, um zu sehen, ob man damit auch Arbeitsplätze in Deutschland erhält, oder nicht und daraufhin seine Kaufentscheidung trifft.....
    Die Wirtschaftsunternehmen setzen eh schon seit einiger Zeit die Politik ( Regierung ) unter Druck...und die Gewerkschaften "jaulen" wie waidwundes Wild und merken schon , daß sie nur noch Papiertiger und machtlos sind.....

    MfG ODO
     
  6. jenspcw

    jenspcw Kbyte

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    135
    Das im Osten mehr Bestechungsgelder fließen und mehr geklaut wird, bezweifle ich. Zumindest ist das seit 14 Jahren nicht mehr so. Das hier weit weniger Geld gezahlt wird, ist allerdings Fakt. Bsp. eines großen Keramik- und Glasproduzenzten: Ein und derselbe Job: In Jena 2000? (!) weniger als in Mainz. Noch Fragen?
    Das löst aber das Siemens-Problem nicht. Wer gestern zufällig Frau Christiansen in der ARD gesehen hat, wird nur wenig Fakten gegen die Argumente dieses Menschen vom IFO-Institut (Name vergessen) bringen können. Die deutsche (und nicht nur sie) Wirtschaft krankt an strukturellen Problemen erster Sahne und zersetzt sich mit Hilfe der Politik selbst spiralartig. Siemens zeigt damit nur Symptome auf, keine hausgemachten Probleme.
    Was ich aber dennoch für eine unaussprechliche Frechheit halte, sind die Gewinnnachrichten von Siemens, die besagen, dass sie jedes Jahr auf's Neue Kohle ohne Ende hamstern. Die verdienen Geld auf unsere Kosten - und ihre, denn Deutschland als Wirtschaftstandort ist mehr als fragwürdig geworden.
    Das wir in einer Sackgasse sind und uns sicher auf noch viel mehr Arbeitslose einstellen müssen, weiß auch Herr Schröder, nur kann er gegen Wirtschaftslobby und Demokratieverlust nichts tun. Und die Kasper von der CDU/CSU schon garricht. Reden hilft da nämlich nix...

    der_skeptiker
     
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