Software-Patente: Linus Torvalds ruft zum Widerstand auf

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von J.M.I.T., 23. November 2004.

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  1. J.M.I.T.

    J.M.I.T. Byte

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    Na dann mal her mit den Patenten =))
     
  2. DIAMANT

    DIAMANT Halbes Megabyte

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    Jo! :D

    So 'n Tippfehler:confused: kann den Sinn ganz umkehren!

    Aber ich bin trotzdem gegen so'n Entwurf!

    Ich will weiterhin freie Software ziehen können!
    Ich leb davon, und wenn ich dann noch selber was entwickeln will fällt's ins Wasser (oder Wie?):aua:

    Regierungen sollten mal Experten beraten (nix von MS) sondern OpenSource.

    Gruß.
     
  3. wiwa

    wiwa Byte

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    Moin, moin,
    hat vielleicht jemand eine Ahnung, wie man sich schriftlich fundiert an "seinen" Abgeordneten wenden kann, um klar zu machen, was auf dem Spiel steht. Ich verstehe zwar die Problematik, kann sie aber nicht sauber darstellen. Hat jemand einen Musterbrief etc zur "Verteilung"? So etwas vermisse ich z. B. von der PC-Welt.
    Gruß
    Willi
     
  4. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    Von den Software-Patenten sind ja nicht nur freie Projekte betroffen. Jeder Programmierer kann verklagt werden, wenn er eine patentierte Technologie, wie beispielsweise XOR oder != verwendet. De facto wird es dann keinerlei Programme mehr geben, außer sie kommen von großen Unternehmen die ihrerseits Patente halten und untereinander austauschen, wie beispielsweise zwischen Microsoft und Sun ("Haust Du mich nicht, hau ich Dich nicht").

    Phil o'Soph
     
  5. unserkleiner

    unserkleiner Kbyte

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    Es ist ein schwieriges Feld, denn Erfindungen nicht zu patentieren ist auch gegen jede Entwicklung. Software macht da keine Ausnahme.
    Das ganze Geschrei entsteht m.E. nur weil MS zu groß geworden ist.
    Das weckt auch Neider und welche, die immer und überall "dagegegen" sind.
     
  6. mistertc

    mistertc Kbyte

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    guggst Du unter:
    http://www1.bundesrat.de/Site/Inhal...ndex,templateId=renderUnterseiteKomplett.html

    oder:
    http://www.bundestag.de/mdb15/listeBundesland/index.html
     
  7. Lutzen

    Lutzen Byte

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    Das mit XOR oder != ist wohl etwas sehr übertrieben auch mit einem vernünftigen Patentrecht für Software läst sich Software noch entwicklen ;-)
     
  8. GrEeNgHoSt

    GrEeNgHoSt Byte

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    Wenn man sich mal so umschaut, dann haben die Software-Patente ein ähnliches Gefahrenpotenzial, wie die Trivial-Patente, z.B. es hat sich eine kleine Firma aus England die Funktion patentieren lassen, dass man mit einem Mausklick Produkte zu einem Warenkorb hinzufügen kann und hat daraufhin Dell verklagt, weil diese einen "One-Click"-Warenkorb auf ihrer Homepage benutzen.

    Da frage ich mich dann (zu recht?) ob das die Wirtschaft ankurbeln kann oder sie eher ausbremst.

    Ich glaube ich lasse mir das Anzeigen von Buchstaben durch Tastendruck auf der Tastatur und die Case-Anweisung + If-Abfrage patentieren.

    Gruß
    Green :cool:
     
  9. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    Nichtsdestotrotz wurde es zum Patent angemeldet:
    http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6899890&forum_id=69228

    Den anderen Link habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

    Phil
     
  10. MarkusO

    MarkusO Kbyte

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    Sorry, aber ich sehe Programmcodes nicht wirklich als Erfindung.
    Denn dann könnte man gleich Wörter und Sätze patentieren lassen. Denn nichts anderes ist auch Programmcode. Man hat einen Wortschatz zur Verfügung und mit diesem formuliert man eine Lösung für eine Problemstellung.

    Das Problem eines Entwicklers ist dann, daß er seinen Code vor Veröffentlichung von nem Patentanwalt prüfen lassen muß, damit ja keine Codezeile enthalten ist die zufällig einer patentieren lies.

    Dies wiederum verursacht hohe Kosten die dann wiederum kostenlose oder günstige Software von "kleinen" Unternehmen oder Hobbyprogrammierern unmöglich macht.
     
  11. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    Doch. Microsoft ist auch ohne Patente groß geworden. Bislang wurde Software als ein geistiges Werk gesehen und unterlag somit dem Urheberrecht, genauso wie Bücher und Musik. Patente waren früher dazu da, um Erfindern die Möglichkeit zu geben, an der eigenen Erfindung finanziell beteiligt zu sein, da einige technische Erfingungen zur kommerziellen Nutzung sehr viel Kapital bedarf. Wer also eine Maschine erfindet, sie aber nicht selbst produzieren kann, meldet ein Patent an und wendet sich dann an Unternehmen, die die Maschine in Lizenz bauen und den Erfinder entsprechend entlohnen.

    So war das mal gedacht...

    Phil o'Soph
     
  12. vampir-biber

    vampir-biber Kbyte

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    Danke Phil

    Genau das hatte gefehlt! Ich bin voll deiner Meinung, wenn jemand meint sein Code ist sein geistiges Werk, dann soll er es kompilieren und basta. Die einzige "Software" die ich patentierbar machen würde, ist die Sprache, wenn also Herr X die Programmiersprache C erfindet dann sollen die angewendeten Methoden um den Code in Assambler zu konvertieren patentiert werden klönnen. Zu schaden kommt niemand (oder praktisch niemand) und jeder Hobby Programmierer ohne Geld kann seine Programme weiterhin machen.
     
  13. c2j2

    c2j2 Byte

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    zum Glück ist das nur ein "is not"-Operator in BASIC, also nicht schlimm, und leicht zu umgehen, aber das zeigt die Probleme, die kommen werden...

    Christian
     
  14. Flink

    Flink Byte

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    Der Widerstand gegen Software-Patente muss dann so aussehen, dass alle Firmen boykottiert werden, die diese Software-Patente eingefordert haben. Jeder, der sich an diesem Widerstand beteiligt, kauft so lange möglichst keine Produkte von diesen Firmen, bis die Software-Patente in Europa wieder abgeschafft sind.

    Gibt es irgendwo eine Liste mit diesen Firmen, die Software-Patente durchsetzen wollen? :confused:
     
  15. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    Das kommt faktisch einem Computer Verzicht nahe...

    Sun, Microsoft, IBM ...

    Du kannst also nicht einmal Open Office einsetzen, da es von Sun stammt. Übrigens sind die Patente in Europa nicht einmal eingeführt. Soviel zum Thema "warten, bis Patente in Europa abgeschafft sind".

    Phil o'Soph
     
  16. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Man muss davon ausgehen, dass den EU-Politikern die Implikationen der Software-Patente-Problematik nicht in allen Implikationen klar ist, sonst würden sie deren desatröse Folgen sehen.
     
  17. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    Warten wir den Freitag ab -- dann wird das Thema in Brüssel behandelt, wenn ich richtig informiert bin. Wer etwss Gutes tun will, schreibt vorher noch schnell einen Brief an seinen Abgeordneten.

    Phil o'Soph
     
  18. Flink

    Flink Byte

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    Also Sun und IBM kann ich mir hier schlecht vorstellen. SUN plant gerade die Veröffentlichung des Solaris-Betriebssystems als Open Source, IBM hat schon viele Milliarden Dollar in die Entwicklung des Betriebssystems LINUX gesteckt. Sun und IBM setzen förmlich auf Open Source.
    Bleibt also nur mehr Microsoft übrig. Na gut, dann werde ich im Falle des Zustandekommens der Software-Patente in Europa solange auf MS-Produkte verzichten, bis Open Source und LINUX wieder erlaubt sind.
    Hm, dann würden alle Leute, die LINUX einsetzen, kriminalisiert werden. Ob die dann alle vor Gericht geladen werden, insbesondere wenn es sich um die gesamte Belegschaft der Stadtverwaltung in München handelt? :confused: Die Gefängnisse sind doch jetzt schon überfüllt.
     
  19. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    Trotzdem besitzen beide Firmen Patente. IBM war vor 20 Jahren sogar sehr umstritten -- so wie heute Microsoft. Das IBM nun auf Open Source setzt ist nur eine politische Strategie. Sie verkaufen in erster Linie Hardware. Sie arbeiten auch mit Microsoft eng zusammen. Ähnliches gilt für Sun, die vor wenigen Monaten ein "Stillhalteabkommen" mit Microsoft abzeichneten. Sun pinkelt wegen der Patente MS nicht ans Bein und umgekehrt.

    Auch Unternehmen, die OSS unterstützen, haben Patente.

    Wie gesagt, auch IBM und Sun haben SW-Patente ...


    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Niemand ist kriminell, weil er OSS einsetzt. Er ist "kriminell", wenn die eingesetzte Software Patente verletzt. Und das kommt sowohl in OSS vor, wie auch in anderen Produkten -- selbst bei Microsoft, weswegen Microsoft seinen Kunden ja Rechtssicherheit bietet. Im Streitfalle vertritt Microsoft seine Kunden.

    Es ist einer freien Marktwirtschaft grundsötzlich nicht förderlich, wenn Monopole oder Oligopole den Markt beherrschen, da Größe immer auch Macht bedeutet. Insofern sollte man auf Produkte dieser Unternehmen grundsätzlich verzichten. Eine Alternative wäre beispielsweise Softmaker Small Office (finden einige besser als Open Office).

    Ansonsten bleibt: Software ist geistiges Eigentum und durch das Urheberrecht hinreichend geschützt. Aber auch in anderen Bereichen haben sich die Bedinungen geändert. Was einst als Hilfe gedacht war, kehrt sich heute ins Gegenteil. Eine Reform des gesamten Patentwesens tut Not -- im Sinne einer freien, demokratischen und innovativen Gesellschaft (wow -- ich könnte Politiker werden *g*)

    Phil
     
  20. Flink

    Flink Byte

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    Gibt es hier keine europäische Firma darunter?
    Es wäre irgendwie seltsam, wenn sich die EU-Regierungen für etwas stark machten, was keiner europäischen Firma helfen wird.
     
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