Sony mahnt ab: Teurer Flash-Film

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von strgaltentf, 1. Februar 2005.

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  1. strgaltentf

    strgaltentf Byte

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    Wieder so ein Fall, wo mir das :heul: kommen könnte. Natürlich hätte der kreative Mensch die 20 Sekunden theoretisch bei der GEMA und bei Sony beantragen müssen. Ob es aufgrund der finanziellen Aufwendungen bzw. dem Kampf mit GEMA und Sony noch zu so einem Flash-Ding gekommen wäre, steht auf einem anderen Blatt.

    Ist denn Sony wirklich auf 755 Euro angewiesen ist - die Imageschädigung dürfte IMO weiter größer ausfallen, und ein tatsächlicher, größerer Schaden ist der Plattenfabrik ja auch nicht wirklich entstanden. Alles in allem ein trauriges Drama - eine freundliche Unterlassungsaufforderung von Seiten Sony hätte es auch getan. Gerade bei einem Unternehmen, dass sich die Unterstützung kreativer Fähigkeiten auf die Fahnen schreibt - you make it a Sony - finde ich es einfach nur idiotisch, gleich mit Anwälten anzurücken.
     
  2. Surferboy

    Surferboy ROM

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    na und? ist das eine meldung wert? hier gehts nicht um einen kleinen flasher der nur so vor sich hin pusselt. er ist bekannt aus dem fernsehen (tv total). der typ verdient nach eigener aussage sein geld mit "kreativer" arbeit und auch dieser website und hat sogar einen shop da drauf. der muesste doch am besten wissen, dass man urheberrechtlich geschuetztes material nicht verwenden darf. lest euch nur mal seinen faq durch, z.b. die antwort auf die frage, ob man die cartoons auf der eigenen seite einbauen duerfe: Sich mit fremden Federn zu schmücken finde ich mehr als ärmlich. Setze bitte zusätzlich zu dem komplett unveränderten (!) Cartoon einen allgemeinen Link zu ballz.de und erwähne, das der Cartoon da herkommt. da wird schnell klar dass es sich um krokodilstraenen von einem handelt, der nun bei den ballz gepackt wurde. also mein mitleid haelt sich in sehr engen grenzen.
     
  3. MichaelausP

    MichaelausP Viertel Gigabyte

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    Ich glaube ja nicht, dass die zu zahlenden Anwaltskosten an die Mandantin, Annett Louisan, fließen - noch weniger, dass A.L. jemals davon erfahren hätte, das es diesen Flash-Künstler, noch seine Seite und schon garnicht diesen Film gibt ...
     
  4. cheff

    cheff Megabyte

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    Dieser Urheberwahn muss gestoppt werden - mit allen Mitteln.
     
  5. der.jojo

    der.jojo Kbyte

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    Den Gegenstandswert haben die Sony-Anwälte auf 15.000 Euro festgesetzt, woraus sich eine Gebühr in Höhe von 755,80 Euro errechnet.
    Eine aus der Luft gegriffene Zahl dürfte vor Gericht keinen langen Bestand haben, kaum vorstellbar das ein Schreiben von einer Anwaltskanzeil so teuer ist. :aua:
     
  6. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Also laut dem Schreiben ist das alles doch kein großes Problem. Da die Unterlassungserklärung sich sehr genau auf einen bestimmten Tatbestand bezieht, kann man diese abgeben. Was die Anwaltskosten betrifft, da gibt es meines Wissens die Möglichkeit die Unterlassungserklärung ohne Anerkenntnis der Anwaltskosten abzugeben. Damit ist in jedem Fall die Klage wegen des Urheberrechts abgewiegelt. Nun muss sich die Mandantin entscheiden, ob sie auf Erstattung der Anwaltskosten klagt...

    Gruss, Matthias
     
  7. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    Ich hoffe nur das es die Plattenfirma mit den Rechten an der Tietelmelodie vom Weißen Hai nicht hört wenn ich sie furtze, das könnte teuer werden :aua:
     
  8. Schugy

    Schugy Viertel Gigabyte

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    Kommt nie auf die Idee, ein Lied vor euch hin zu pfeifen, das könnte tausende Euros kosten.
     
  9. rdmuel

    rdmuel Byte

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    @SirAlec: Du kannst sicher nur den ersten Ton. Und den auch nur in Moll!
     
  10. SirMax

    SirMax Byte

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    na da sieht man wie weit wir schon sind mit unserer "zivilisierten" gesellschaft.
    geld regiert die welt.
    zuerst werden die studenten aus den steuern finanziert, und schlussendlich werden die steuerzahler auch noch gemolken.
    (elende sesselfurzer)
    :confused: :confused: :confused: :confused: :confused: :heul: :heul: :heul: :kotz:

    gruss max
     
  11. Red Fox

    Red Fox Byte

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    Sony verarmt ja, kein Wunder!

    [​IMG]
     
  12. Irmer

    Irmer Kbyte

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    Erinnert mich an meinen Fall wegen dem "FTP-Explorer".
    Hab alles gleich von meiner Website genommen,
    und gesagt ich mach das auch nicht wieder wenn das irgendwie illegal sein soll.
    Aber die sind ja nur auf das Geld aus.
    Alles andere ist ja nur ein Vorwand.
    Ich glaube auch das die Anwälte das nichtmla auf geheiss von Sony gemacht haben,
    sondern die das endeckten, und vielleicht gerademal die zustimmung von Sony haben.
    (Denn das Geld geht ja an die Anwälte, nicht an Sony.)

    Ich finde diese mit Kosten verbundene Abmahnerei muss gestoppt werden!
    Es ist ok, das es eine Strafe kostet wenn er es wieder macht,
    oder das nicht entfernt.
    Aber mal ebend so gleich 700 Euro für einen Brief zu verlangen
    halte ich für Krimineller als ein 20 secündiges Musikstück in einem "Hobbyfilm" zu verwenden.
     
  13. TheKey84

    TheKey84 Kbyte

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    OK, man muss zugeben, dass die Verwendung des Musikausschnittes nicht rechtmäßig war, dennoch ist IMHO folgendes zu beachten:

    Soweit ich das jetzt auf die Schnelle feststellen konnte, hat Sony Music eine eigene Rechtsabteilung, und in diesem Fall ist die Abmahnung über einen externen Anwalt nicht erlaubt. Das Geld wäre ja auch keine Entschädigung für Sony, sondern die Anwaltskosten. Ich glaube auch, dass Sony das nicht selbst angeleiert hat. Ich bin mir durch diese Umstände sehr unsicher, ob diese Abmahnung überhaupt rechtmäßig ist. Wenn das jemand weiß, wäre mal interessant zu wissen.

    Unter der Annahme, dass diese Abmahnung nicht rechtmäßig ist: Was würde / könnte passieren, wenn Herr Horn einfach nicht zahlen würde?
     
  14. Irmer

    Irmer Kbyte

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    Kann ich dir sagen:
    Dann ist er der dumme. Er sollte sich auf jeden fall nen Anwalt nehmen,
    und dagegen vorgehen. Denn wenn man nichts macht, wird die wiederspruchsfrist
    verfallen, und er kann nichts mehr machen. So ähnlich war das nämlich bei mir auch,
    weil ich dachte sowas kann es in deuschland ja nicht geben, das man einfach so
    800 Euro bezahlen soll weil man einen Brief bekommt.... jetzt weiss ich es besser,
    und meine Meinung von unseren "Rechtsstaat" hat sich erheblich geändert.
    (Und nicht zum positiven...)
     
  15. pit81

    pit81 ROM

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    ok. also so schneidet man sich ins eigene fleisch. gut gemacht sony ^^.

    Mich hat der bericht auf ballz.de richtig sauer gemacht. Ich finde es gut das herr horn den fall public gemacht hat und dies war wohl das beste was er machen konnte.

    Ich kann es gut verstehen wenn die musikindustrie musikpiraten verfolgt aber im falle von herrn horn handelt es sich um ein 20 sekündiges musiksample. viele labelst stellen 20 sekündige musiksample ins netz um werbung für ihre musikstücke zu machen.

    auf amazon.de gibt es ständig kostenproben zu hören. Herr Horn hat kein kompletes lied zum download angeboten. Den einzigsten "Fehler" (wenn man das so nennen kann) ist das er das lied im zusammenhang mit ****ographieschen bildern gebracht hat.

    Im internet habe ich auf einer anderen seite einen ähnlichen film gesehen und wurde auf das lied das verwendet wurde aufmerksam und habe mir das lied gekauft (Tatsache!).

    Wenn sony meint kostenlose werbung auf solch einer seite verhindern zu müssen ist das ihr problem, aber eine utopische rechnung von 800 euro anwaltskosten zu erstellen ist nahezu lächerlich. was verdient denn sonen anwalt pro jahr? Mehrere Millionen?

    Für mich ist das einfach nur dreiste Abzocke! Sony ist dadurch kein schaden entstanden! Zu verbieten das samples ins netz gestellt werden ist in ordnung oder ne geringere anwaltsrechnung so wie normalesweise auch die gehälter von anwälten liegen, aber 800 euro ist enorm lächerlich.

    Sollte Herr Horn wirklich 800 euro zahlen müssten, werde ich es mir zweimal überlegen ob ich mir irgendwelche produkte von sony noch anschafen werde, egal wie gut die qualität ist
     
  16. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Tja, die Rechtslage ist nun mal so, dass man den Eigentümer einer Sache fragen muss, wenn man sie benutzen will. Ich finde das in Ordnung. Das merkt man spätestens dann, wenn man selbst mal "Opfer" geworden ist. Was Amazon betrifft, die werden sicher eine entsprechende Genehmigung haben und u.U. auch Gebühren dafür abführen. Über die Kostennote kann man steiten, am Ende gibt es da Kostensätze die sich am Streitwert orientieren. Im Zweifel muss dieser über ein Gericht festgestellt werden. Ich finde es schon befremdlich, dass hier wieder verschiedene Sachen von den Postern in einen Topf geworfen werden. Ich habe auch was gegen überhöhte CD-Preise und kaufe seit dem merklich weniger, aber das nichts mit dem vorliegenden Fall zu tun. Sicher wäre es seitens Sony netter gewesen, sich vorher mit dem Beschuldigten in Verbindung zu setzten, um das Thema zu lösen. Allerdings werden wir nicht beurteilen können, warum Sony gleich zur Abmahnung gegriffen hat - schließlich kennen wir nur eine Seite...

    Gruss, Matthias
     
  17. TheKey84

    TheKey84 Kbyte

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    Ich möchte nochmal in Erinnerung rufen, dass Sony keine externen Anwälte für sowas bemühen darf. Sie haben eine eigene Rechtsabteilung, die selber in der Lage dazu ist, abzumahnen, und dabei entstehen dann auch keine Kosten von 800€. Sony weiß das, so dumm können die nicht sein. Außerdem könnte ihnen das egal sein, weil von diesem Geld eh nur der Anwalt was hat, das ist schließlich sein Honorar. Deshalb gehe ich davon aus, dass Sony hier zumindest nicht die Initiative ergriffen hat.

    Natürlich bin ich der Meinung, dass die Verwendung dieses Ausschnittes unrechtmäßig war, das verleiht aber IMHO niemandem das Recht, mit großem Kaliber zu einem Vergeltungsschlag auszuholen. Genausowenig darf ich ein Auto zerkratzen, weil es meine Einfahrt blockiert.

    Warum muss man heutzutage die Leute gesetzlich dazu zwingen, sich gütlich zu einigen? Ist Kommunikation so schwierig? Vielleicht sollten mal alle Bundesbürger zu einem Kurs in Freundlichkeit gezwungen werden (Ja, ich würde auch hingehen).
     
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