Telekom: Kleinere Städte sollen DSL-Ausbau mitfinanzieren

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von 944er, 7. April 2005.

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  1. 944er

    944er Kbyte

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    :cool: Bekommen die kleinen Städte dann auch eine Gewinnbeteiligung?
    Schafft die Quasimonopole der T-Com usw. ab damit der Markt die Sachen regelt.
     
  2. piti22

    piti22 Kbyte

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    Lächerlich !!!

    Das in einer Zeit wo so ziemlich alle Kommunen Pleite sind und nicht mal Geld für das nötigste, z.B. Strassensanierungen, haben. Während die Telekom schwarze Zahlen schreibt.
    Ich finde es ist Aufgabe der Telekom das Netz flächendeckend auszubauen.
    Bin mal gespannt wieviel Kommunen sich da anschliessen.

    Gruss piti22

    PS: Natürlich befürworte ich es, das jedem ein DSL Anschluss zur Verfügung stehen sollte, wenn er einen möchte.
     
  3. airdsl

    airdsl Byte

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    Die DTAG versucht mal wieder Ihre Marktposition zu zementieren - dieses Störfeuer kommt insbesondere dort schnell zum tragen, wo alternative Carrier mit WLAN o.ä. als Mitbewerber an den Markt gehen...

    Interessant ist das diesmal der Steuerzahler über die Kommunen daran teilhaben soll. Deutschland aufwachen !!! :aua:
     
  4. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Also ich sehe das ein wenig differenzierter.
    Telefonnetze gehören zur INFRASTRUKTUR eines Staates. Wieso soll die Telekom STAATLICHE AUFGABEN (Infrastruktur) ALLEINE finanzieren ?
    Und diese Netze werden auch von ANDEREN ANBIETERN genutzt. Somit profitiert wohl nicht nur die Telekom davon... !

    Beteiligen sich AOL & Co. an den Kosten für den Ausbau ?
    Nein, aber nutzen wollen sie die neuen Leitungen später ...
     
  5. Msch175264

    Msch175264 Byte

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    ".... damit der Markt die Sache regelt...."
    wohl kaum, wenn in einem Ort nur 1000 Leute wohnen... das rechnet sich für die nicht....
    Einzige Lösung wäre ein Rückkanal für das KabelTV netz, den hat aber der schlaue Schwarz-Schilling damals abgelehnt, weil es teurer gewesen wäre....
    Und eine Nachrüstung ist bekanntlich sehr aufwendig.

    Das ganze ist schon eine ziemliche Frechheit, denn schließlich haben die Steuerzahler das Telefonnetz bereits bezahlt !!!!
    Denn die T-Com war ja staatlich !!!!
    Insofern wird mal halt 2mal verarscht: Erst jahrelang die T-Com gesponsert, dann werden die Gebühren für das, was man eh schon bezahlt hat, nämlich den Telefonanschluß, erhöht.
    Und DSL nur im Schneckentempo ausgebaut.
     
  6. Icestar

    Icestar Byte

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    Zu einem gewissen Punkt teile ich Deine Meinung. Aber bei uns in der Schweiz hat die Swisscom den Auftrag, die Grundversorgung sicher zustellen.
    Auch bei uns gibt es alternativ Anbieter in der Telekom Branche. Diese zahlen der Swisscom pro Monat mehrere Hundert Millionen Schweizerfranken Interkonections Gebühren (Miete für den Hausanschluss von jedem einzelnen Kunden).

    Ich gehe mal davon aus, dass das in Deutschland auch so ist. Wenn ja, müssten die Komunen ja recht blöd sein, wenn sie die Anschlüsse mit finanzieren. Ausser, wie auch schon gesagt, wenn sie an den Interconections Gebühren mit verdienen.
     
  7. mike_x

    mike_x Kbyte

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    Die Telekom besitzt doch die Leitungen, also soll sie auch den weiteren Ausbau bezahlen. Der Staat verdient damit nichts, die Telekom schon. Andere Anbieter können diese Leitungen auch nicht einfach mitbenutzen, sondern müssen sie von der Telekom mieten! Ich hab mich auch nicht am Bau des Hauses beteiligt in dem ich wohne, aber ich habe eine Wohnung darin gemietet und von den Mieten lebt jetzt der Besitzer nicht schlecht.
     
  8. newb@modding

    newb@modding Kbyte

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    Ich als betroffener kann nur sagen, dass sich die Telekom windet wie es nur geht, um die DSL-Einführung bei uns hinauszuzögern.
    Dummerweise sind zwei Umsetzer in der Nähe. Die Reichweite des einen reicht bis zum Nachbarort nördlich, die nächste kann nur den Nachbar südlich von uns noch versorgen. D.h. die DTAG müsste für einen einzigen Ort (1400 Einw.) einen Umsetzer u.ä. Technik bereitstellen.
    Trotzdem bin ich nicht der Ansicht, dass die Telekom dermaßen am Hungertuch nagt, dass sie eine solche Investition (die sich hier, ehrlich gesagt, für sie eher nicht rechnen wird) nicht tätigen kann.

    Irgendwo sollte das Streben nach totaler Wirtschaftlichkeit ein Ende finden.
    Bsp. aus anderem Bereich: Bei uns wurde die einzige Telefonzelle im Ort durch eine Sprechzelle (diese seltsamen Skulpturen ohne dach, dafür mit Tasten und Hörer) ersetzt. Die Freiwillige Feuerwehr bot an, die Wand neben dem Eingang zum Gerätehaus für die Montage des Apparats zur Verfügung zu stellen (da dort nachts beleuchtet ist). Was machen die Techniker der Telekom? Montieren das Ding am Gerätehaus - allerdings am anderen Ende, wo weder eine Straßenlaterne noch sontiges Licht in der Nähe ist.
    Begründung: Kabel sparen! (hier: ca. 12m)
    Gut, nach Einschalten des Ortsrates wurde das Ding umverpflanzt, wird jetzt nachts schön durch Neonlicht beleuchtet.

    Aber das und der DSL-Streit prägen mein Bild von der Telekom: Nur nehmen, nicht geben. Alle Vorteile nutzen, die ein zahlender Kunde bietet, aber bitte fordere niemand, dass die DTAG ihm entgegenkomme!!!
     
  9. Level 5

    Level 5 Kbyte

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    179
    In Zeiten der Innovationen zum WLAN - hier jetzt im speziellen auch die Entwicklung zu Wimax - werden derartige Vorstösse aufgrund der wirtschaftlichen Situation (oben bereits angesprochen) im Raum verpuffen.

    WIMAX Entwicklung

    Darüberhinaus wird es auch weitere Innovationen hinsichtlich der Nutzung bereits bestehender "Altlasten", also Kupferkabel und der neueren Variante Lichtleiter geben, so dass über kurz oder lang die Geschwindigkeiten steigen und die Nutzerzahlen zunehmen werden.
     
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