Telekom-Stellenabbau: Management verteidigt - ver.di kritisiert

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von first2, 3. November 2005.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. first2

    first2 Kbyte

    Registriert seit:
    23. Januar 2004
    Beiträge:
    371
    In den kommenden drei Jahren will die Deutsche Telekom 32.000 Stellen abbauen.

    Das Problem ist doch überall das Gleiche: unendliches/kontinuierliches Wachtum gibt es nicht, die Bedarfsdeckung ist erreicht, der sinnvolle Netzausbau ist auch am Ende und die Technik darüberhinaus recht wartungsarm, - also ist es logisch, daß die Mitarbeiterzahl gravierend reduziert werden kann.

    Das Problem heute ist, daß genau dafür die Politik keine sinnvollen Rahmenbedingungen vorgibt, in kollektiver Gemeinsamkeit das Thema ausblendet und hofft, es passiert ein Wunder und irgendwie regelt sich dieses Bedarfsdeckungsproblem von allein.
    Hat es ja auch in der Vergangenheit, weil regelmäßige Kriege die Bedarfsdeckung immer wieder erneut angefacht haben. Vielleicht übernehmen ja demnächt die durch den Menschen hervorgerufene Klimaveränderungen diesen Teil auch bei uns. In den USA ist dies ja bereits Teil des Wirtschaftswachstums, leider wie immer auf Kosten der kleinen Leute.
     
  2. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

    Registriert seit:
    28. August 2003
    Beiträge:
    977
    Also das mit dem Netzausbau stimmt nicht !
    Bis 2007 wird die Telekom 3 Milliarden Euro in den Netzausbau investieren, was Bandbreiten bis zu 50 MBit erlaubt. Hierfür ist NEUE Technik erforderlich.

    Die Politik hat in den letzten Jahren sehrwohl gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geschaffen

    - Steuersenkungen in Milliardenhöhe
    (damals Grund für Lafontaines Rücktritt !!!).
    - Einfrieren des ARBEITGEBERanteils der Krankenkassenbeiträge
    - Lockerung des Kündigungsschutzes
    - Sinken der Gehälter in Deutschland erstmals seit 1949

    und und und !

    Der Dank der Wirtschaft: Rekordgewinne und trotzdem wurden die Menschen entlassen.
    Man, mach die Augen auf. RAFFGIER PUR regiert in der Wirtschaft.
    Die nächsten Entlastungen zugunsten der Wirtschaft, welche die Politik zur Schaffung von Arbeitsplätzen durchsetzt landen auf den Konten der Manager und Vorständler.

    AUFWACHEN !!!
     
  3. normalbürger

    normalbürger Viertel Gigabyte

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    3.212
    Na ja, dehnen reichen die Milliardenüberschüsse pro Jahr nicht mehr.
    Also lieber Leute raus, Gewinne steigern. Mal schaun wie hoch meien Abzüge jetzt noch steigen :böse:
     
  4. frankie-13

    frankie-13 Kbyte

    Registriert seit:
    4. Februar 2003
    Beiträge:
    175
    Was die Deutsche Telekom hier bringt, ist schlicht und ergreifend eine Sauerei. Gewinne in Milliardenhöhe - nicht zuletzt erzielt durch Verzichtsleistungen der Belegschaft - reichen den Herrschaften Aktionären nicht aus, nein, es müssen weiter "die Kosten gesenkt" werden, und das bedeutet stets Personalabbau.

    Wenn man schon, was ja bereits schlimm genug ist, nicht an die Schicksale der Mitarbeiter/innen denkt, dann sollten sich diese Kostensenker aber mal zwei Tatsachen ins Gedächtnis rufen:

    1. Stellenabbau bedeutet fast automatisch auch Serviceabbau. Kunden werden unzufrieden und wandern zur Konkurrenz ab.

    2. Jeder Mensch, der aus Kostensenkungsgründen "freigesetzt" wird oder erst gar keinen Arbeitsplatz bekommt, ist auch ein Kunde weniger. Wenn die Wirtschaft immer mehr Leute entlässt, immer mehr Arbietsplätze abbaut, dann weiß ich wirklich nicht, wer die Produkte noch kaufen soll. Von einer kleinen Oberschicht kann vielleicht eine teure Edel-Auto-Schmiede wie Porsche leben, aber kein Unternehmen des Massenmarktes wie die Deutsche Telekom.

    Gruß Frank
     
  5. first2

    first2 Kbyte

    Registriert seit:
    23. Januar 2004
    Beiträge:
    371
     
  6. lou_cyphre

    lou_cyphre Byte

    Registriert seit:
    24. Juni 2004
    Beiträge:
    108
    Als Erstes mal bei Ricke die Eier abbauen. Mit dem Hammer auf dem Amboss!
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen