Ultimative Boot CD II

Dieses Thema im Forum "Software allgemein" wurde erstellt von mici46, 26. Februar 2004.

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  1. mici46

    mici46 Kbyte

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    Hallo!
    wollte mir ne Boot Cd machen. Problem: Bei folgendem Menü kommt bei jeder Auswahl (1-4) immer der Dos-Prompt nach h:\tools\bios\cmoschk. Als ob ich die 1 gedrückt hätte.

    Hab mich dabei auf das hier gestützt: Ultimative Boot CD
    Was mache ich falsch?

    Kann ich diese Boot CD in meine Boot CD einbauen?

    Danke
    mici46



    @echo off
    cls
    echo .
    echo Programmauswahl:
    echo ------------------
    echo .
    echo 1 CMOSCHK - CMOS sichern, löschen, zurücksichern
    echo 2 CMOSPWD - Passwort-Utility
    echo 3 BIOS320 - BiosTool (u.a Passwort)
    echo 4 CTBIOS - allgemeine BIOS-Infos
    echo .

    choice /c:123456789 /n Zum Programmaufruf Zifferntaste eingeben:

    if errorlevel 255 goto fehler

    if errorlevel 1 goto cmoschk
    if errorlevel 2 goto cmospwd
    if errorlevel 3 goto bios320
    if errorlevel 4 goto ctbios


    :fehler
    echo Fehler! Neustarten!
    goto exit

    :cmoschk
    cd h:\tools\bios\cmoschk
    goto exit

    :cmospwd
    h:\tools\bios\cmospwd\cmospwd.exe
    goto exit

    :bios320
    h:\tools\bios\bios320.exe
    goto exit

    :ctbios
    h:\tools\bios\ctbios.exe
    goto exit

    :exit
     
  2. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Hallo Taesi !

    Vielen Dank für deine ausführlichen Informationen zur Isolinux-Struktur.
     
  3. Taesi

    Taesi Kbyte

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    So das wird jetzt bisschen länger, auf der CD sollte es ein Verzeichnis namens BOOT geben mit beispielsweise folgendem Inhalt:
    ------------
    bootmsg.txt
    dft.img
    german.kbd
    inf2.txt
    inf3.txt
    inf4.txt
    inf5.txt
    isolinux.bin
    isolinux.cfg
    memdisk
    memtest
    mini
    mini.gz
    trueimg5
    trueimg5.dat
    win_xp.bin
    ------------
    Kern des Ganzen ist ISOLINUX.BIN, mit zugehöriger ISOLINUX.CFG. Das Verzeichnis hiess ursprünglich auch ISOLINUX, aber das gefiel mir nicht, also habe ich die Datei ISOLINUX.BIN entsprechend gepatcht. Im Hauptverzeichnis der CD kann man beispielsweise noch den I386-Ordner, Virendefinitionen oder was auch immer, unterbringen.

    ISOLINUX.CFG ist eine pure Textdatei, im Beispiel mit folgendem Inhalt:
    ------------
    DEFAULT [none]
    DISPLAY bootmsg.txt
    KBDMAP german.kbd
    TIMEOUT 300
    PROMPT 1
    F1 bootmsg.txt
    F2 inf2.txt
    F3 inf3.txt
    F4 inf4.txt
    F5 inf5.txt
    LABEL [none]
    localboot 0x80
    LABEL a
    localboot 0x00
    LABEL 1
    KERNEL memtest
    LABEL 2
    KERNEL mini
    APPEND devfs=nomount vga=normal load_ramdisk=1 prompt_ramdisk=0 ramdisk_size=2800 initrd=mini.gz root=/dev/ram0 rw
    LABEL 3
    KERNEL memdisk
    APPEND initrd=dft.img
    LABEL 4
    KERNEL win_xp.bin
    LABEL 5
    KERNEL trueimg5
    APPEND vga=788 ramdisk_size=16384 initrd=trueimg5.dat quiet
    ------------
    BOOTMSG.TXT bringt das eigentliche (16-farbige) Menü auf den Schirm, mit den INF?.TXT-Dateien lassen sich zusätzliche Hilfetexte über die Funktionstasten aufrufen (im Beispiel F2 bis F5, prinzipiell möglich bis F10, letztere ansprechbar als 'F0'), eine sollte man reservieren, um zu BOOTMSG.TXT zurück zu gelangen (im Beispiel F1).

    Interessant ist im speziellen Beispiel LABEL 5: TRUEIMG5 ist die Datei, die ursprünglich KERNEL.DAT hiess, TRUEIMG5.DAT ist die ehemalige RAMDISK.DAT. vga=788 sorgt für die Auflösung beim Start (evtl. geht auch 791?), mit dem Wert ramdisk_size=16384 muss evtl. herum experimentiert werden, gerade bei neueren Versionen (eher wohl vergrößern?); stellt eine ausreichend große RAMDISK zur Verfügung, quiet sorgt dafür dass es still ist und automatisch startet, wenn Du den weglässt, landest Du auf einer Art Kommandozeile (Wie gesagt, alles bei TrueImage 5).

    DEFAULT: von Festplatte starten
    LABEL a: praktisch, wenn man von Diskette booten will, ohne im BIOS umzustellen
    LABEL 1: Memtest 86
    LABEL 2: Ein Mini-Linux, einen dd-Befehl braucht man immer mal!
    LABEL 3: DFT.IMG wäre als Beispiel ein normales 1,44MB-Floppy-Image.
    LABEL 4: Der normale XP-Vorgang, sofern im Hauptverz. ein I386-Ordner da ist, und die windowstypischen WIN51IC oder wie sie noch heissen mögen, sind auch dort.

    Zum Erzeugen des ISO-Filesystems kenne ich nur MKISOFS, ganz wichtig, den Parameter -boot-info-table nicht vergessen!


    Irgendwann kriegen wir hier sicher unser Fett weg, habe den Eindruck, wir schweifen vom Thema ab, im voraus Sorry,
    Gruss Steffen
     
  4. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Vielen Dank für den interessanten Hinweis.Werde mir das mal genauer anschauen.Du schreibst :

    > kann hier gerne ein Beispiel zeigen, wenn gewünscht

    Klar, das wäre ein feine Sache. Wenn du TI7 nicht hast, kann ich dir zu Analyse ja mal das Bootimage der CD schicken.
     
  5. Taesi

    Taesi Kbyte

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    Ich kann hier nur für meine alte TI5-Version sprechen, neuere könnten vielleicht größer, aber wohl doch nicht prinzipiell anders sein.
    Ich habe von der auf Platte installierten Version KERNEL.DAT und RAMDISK.DAT genutzt, das mit den nötigen Parametern (vga=788 ... und einiges mehr, müsste ich nochmal nachschauen) vesehen und in eine passende ISOLINUX.CFG gepackt. Für normale Floppyimages brauchst Du MEMDISK (nur ca. 15 kB), hängst das normale Floppyimage als initrd an und 2kB-Bootsektoren brauchen gar nichts weiter, als einen Eintrag wie z.B:
    LABEL xp
    KERNEL win_xp.bin

    dann tippst Du am Prompt xp <enter> und der beliebte XP-CD-Startvorgang beginnt.
    Und wie groß alles andere ist, was Du als Kernel aufrufst ist völlig egal, es muss nur im selben Unterverzeichnis der CD stehen. Also schau' mal ob es bei TI7 auch sowas gibt, kann hier gerne ein Beispiel zeigen, wenn gewünscht!
    MfG Taesi
     
  6. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    @Taesi

    >Wir wollen nicht übertreiben, es sind ja nicht ganz 6 Disketten, sondern nur 8080kB effektiver Platz

    Schon, die TI7-Disketten nutzen aber nicht alle den vollen Speicherplatz, so dass man mit der maximalen Größe deiner gepatchten Tabelle gut hinkommt. Mit der isolinux-Variante habe ich mich in der Tat noch nicht beschäftigt. Was mich allerdings wundert ist folgendes : Die von TI7 erzeugte Boot-CD basiert ja auch auf Linux; und diese CD kann man eben nicht auf die übliche Art und Weise in eine Multiboot-CD einbauen.Hier muss man dann immer nach Sonderhinweisen zu Acronis TI7 suchen.

    Wie meinst du folgenden Hinweis :

    >und mit 2kB-Bootsektoren a la XP funzt es auch
    Soll das auch auf TI 7 anwendbar sein ?
     
  7. Taesi

    Taesi Kbyte

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    @franzkat
    Wir wollen nicht übertreiben, es sind ja nicht ganz 6 Disketten, sondern nur 8080kB effektiver Platz, ich denke mal, das bei der rasanten Entwicklung diese Größe eh' bald nicht mehr reichen wird!
    Mit 'isolinux.bin' geht das Ganze aber auch ohne Erstellung eines Images, brauchst' nur den Kernel und die dazugehörige Initrd. Und für normale Diskettenimages gibt es das MEMDISK dazu, und mit 2kB-Bootsektoren a la XP funzt es auch. Ob das MEMDISK nun wiederum mit den Übergrößen klarkommt, habe ich noch gar nicht getestet!

    MfG Taesi
     
  8. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    @mici46

    Du solltest die Ultmate Boot CD nicht als Ganzes einbauen wollen, weil sie ja offensichtlich ihrerseits auf eine Multibootfunktion aufbaut.Du mußt in solchen Fällen so vorgehen, dass du die einzelnen Images übernimmst, und in dein Menü einbaust.

    @Taesi

    Dein tolles Tool hat mir gerade dabei geholfen, die aktuelle TrueImage 7 Version, bei der die erstellte CD nicht in eine Multiboot-Umgebung zu bringen ist und die Disketten-Variante 6 Disketten erzeugt, mit einer 8MB-Superfloppy ala Taesi in meine Easyboot-Konstruktion einzubauen.Easyboot selbst hat noch nicht auf die aktuelle TI7er-Variante reagiert und bietet ein 7MB-Disketten-Image an, in welches aber nicht 6, sondern nur 5 Disketten passen. Siehe dazu hier :

    http://www.ezbsys.com/cgi-bin/ikonboard.cgi?act=ST;f=1;t=3


    (erster Beitrag; diese Beiträge werden von Easyboot selbst initiiert)
     
  9. Taesi

    Taesi Kbyte

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    @franzkat
    isolinux.bin würde sich auch noch anbieten.
    @mici46
    Easyboot hat da eine versteckte Option, wo man, glaube ich bis 46MB-Images erstellen kann, die Du dann auch problemlos mit Winimage befüllen kannst!
    Kann es Dir leider nicht genauer berschreiben, hab es nicht mehr!
    Zur ERRORLEVEL-Frage "if errorlevel 1" bedeutet Bedingung erfüllt, wenn gleich 1 oder größer, deshalb geht's nur mit der Abfrage vom höchsten Wert her!

    MfG Taesi
     
  10. mici46

    mici46 Kbyte

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    Kann ich meine eigene BootCD in die "Ultimate Boot CD" einbauen?
    Ich kann ja die Ultimate Boot CD um eigene Disketten-Images erweitern(steht auf http://www.ultimatebootcd.com). Dazu brauch ich aber Images! :mad:

    Wie kann ich ein Image von ca. 20MB erstellen (Mit WinImage kann ich ja nur max. 2.88MB Images erstellen).
    Danke
    mici46
     
  11. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Du solltest den Kreis für eine Multiboot-CD weiter ziehen.D.h., dass du neben DOS-basierten Tools auch eine PE-Builder-CD in die Mulitboot-Konfiguration aufnehmen solltest, weil sie Möglichkeiten bietet, die DOS-basierte Tools , aber auch linux-basierte Tools nicht besitzen, z.B. den direkten Registry-Zugriff auf NTFS-Systeme, den direkten Plattenzugriff auf NTFS-Systeme mit NTFS-Diskeditoren, etc. Neben der DOS und PE-Builder-Komponente sollte man auch eine Linux-Komponente haben, um z.B. den effektiven Disk-Dump-Befehl zur Verfügung zu haben.
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Multiboot-CDs zu erstellen :

    BCDW http://bootcd.narod.ru/index_e.htm (immer etwas schwer erreichbar und die Doku gibt's nur in Englisch; aber das Tool ist sehr leistungsfähig).

    Easyboot (kommerziell)http://www.ezbsystems.com/easyboot/index.html

    Diskemu http://www.nu2.nu/diskemu/ (funktioniert immer noch wunderbar, auch wenn die Weiterentwicklung gestoppt wurde).

    Was DOS-Menüs anbetrifft, gibt es Besseres als das doch recht rustilale und unflexible choice.
    Schau die mal wbat an; damit kann man unter DOS tolle GUI- Menüs mache; auch mit Checkboxes und Radiobuttons

    http://www.kruemel.org/files/Dos.Utils.Html
     
  12. mici46

    mici46 Kbyte

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    ich habs jetzt selber rausgefunden: Man muss die Auswahl bei den errorlevels runterzählen. Also muss ich erstmal errorlevel 4 schreiben und zuletzt errorlevel 1. Warum weiß ich zwar nicht, aber es funzt dann.
    Weiß jemand von euch warum?

    Wie kann ich die Ultimative Boot CD einbauen (link siehe oben)?
    Oder wie kann ich die Ultimative Boot CD erweitern?
    Was muss ich machen um eine erweiterte Auswahl zu bekommen (also mehr als 9 Auswahlmöglichkeiten, z.B. mit Buchstaben oder 2-stelligen Zahlen).
     
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