Urheberrecht: Firmen haften für illegale Downloads

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von Megapain, 15. September 2004.

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  1. Megapain

    Megapain Kbyte

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    Gabs doch schonmal:

    http://www.pcwelt.de/news/recht/101642/
    29.7.04, noch gar nicht so lange her.

    Aber illegal sind Tauschbörsendownloads deswegen noch lange nicht. Die Nutzung vonTauschbörsen fällt höchstens unter "private Nutzung" aber egal.
     
  2. cheff

    cheff Megabyte

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    Ich mache mir ganz andere Sorgen, was das neue Urheberrecht angeht (bzw. der sogenannte 2 Korb). Meine Rechner rippen momentan so schön bei Radiosenderns und dass wollen se jetzt auch verbieten. Außerdem wollen sie das Senderecht (gerade bei Internetradios) angeblich ändern, was mir auch Kopfzerbrechen bereitet, weil ich nicht weis, was da genau kommen soll, bzw. auch wird. Naja ... was die MI bislang erreicht hat ist bekannt. Menschen und besonders eine solche Masse, lässt sich nicht durch Gesetze zu etwas zwingen, bzw. aufhalten etwas zu tun, im Gegenteil: Es wird als Provokation aufgefasst. Die Technik geht weiter. Verschlüselungen und Anonymisierungstechniken werden zunehmen und immer mehr genutzt werden. Server werden ins Ausland verlegt, Firmen wandern aus ... Jaaa das hilft der Wirtschaft, das treibt sie an und das schafft Arbeitsplätze - im Ausland ... (Das passiert aber allgemein auch durch zuviel Bürokratie und Regulierungen, die oftmals nur aufhalten und unnötig sind)
     
  3. Zeus

    Zeus Halbes Megabyte

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    Ich höre auch den ganzen Tag - wenn möglich - Internet-Radio. 160+ kbps - brillant!

    Das ist genau die Form "Radio", wie ich sie mir wünsche: Klappe halten und Mukke spielen. Vor allem verhageln einem nicht irgendwelche grenzdebilen Heiterkeitsfanatiker und Frohsinnpöbler schon morgens mit ihrem frivolen Äther-Grinsen die Laune. Wenn ich daran denke, daß der ganze überbordende Quatsch der öffentlich-rechtlichen Sender sein Geld durch Zwangsgebühren eintreibt, wird mir immer mehr übel. Für billige Imitationen der Privaten bedarf es keiner Subventionen. Da muß ich die Privaten in Schutz nehmen und die Wettbewerbsverzerrung anerkennen, die sich da vollzieht.

    Pro Internet-Radio – ganz einfach.

    MfG
     
  4. Zeus

    Zeus Halbes Megabyte

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    Schriftliche Vereinbarungen reichen jedoch nicht aus, um eine Haftung des Unternehmens gänzlich auszuschließen.

    Das ist typisch Laie. Bei der Richtlinie geht es um eine Frage der Zurechnung. Diese ist allgemeinhin schon im deutschen Schuldrecht anerkannt. Der Laie erkennt den Sinn dahinter nicht.

    Es geht im Ergebnis darum, daß bei einem Unternehmen ggf. Schadensersatz eher geltend gemacht werden kann, als von einem Arbeitnehmer. Ich denke kaum, daß die EU-Richtlinie darauf aufbaut, daß Arbeitsnehmer nur die Infrastruktur des Arbeitsgebers nutzen könnten und diese Regelung präventiv wirken könnte.

    Allerdings muß man auch in Sachen Schadensersatz berücksichtigen: im Innenverhältnis haftet in der Regel der Arbeitnehmer ggü dem Arbeitsgeber für die Schäden, die der Arbeitgeber ggü dem Rechteinhaber als Schadensersatzleistung zu zahlen hat. Der hier zu regelnde Komplex der Richtlienie betrifft nur das Außenverhältnis Arbeitgeber zu Rechteinhaber.
     
  5. wm

    wm Kbyte

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    So ein Blödsinn!
    Muss etwa ein Autovermieter für (Straftaten) des Entleihers aufkommen.
    Wohl nicht, daher erscheint mir das mit dem Inhaftung nehmen eines Arbeitgebers eher als gekonnte Abzocke. So nach dem Motto, bei einem User ist nichts zu holen, holen wir es doch bei der Firma. Ob die Firma danach an Ihr Geld kommt (bei dem User) juckt diese Rechteverwerter letzten Endes gar nicht. Abschliessend bleibt noch zu erwähnen, das diese "Rechteverwerter" es mit dem Recht gar nicht so genau nehmen. Um den schnellen Euro gehts denen, sonst um gar nichts.

    MfG

    Ein User
     
  6. vampir-biber

    vampir-biber Kbyte

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    was ist ein Entleiher?
    wenn das der AutoMieter ist, dann vergleichst du Obst mit Gemüse
     
  7. airdsl

    airdsl Byte

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    klasse - EU-Recht hebelt mal wieder deutsches Recht aus (im Zweifel für den Angeklagten, d.h. hier für die Firma gilt nicht mehr). So schafft man sicherlich keine Arbeitsplätze sondern killt nur welche... ein weiteres wirtschaftliches und unternehmerisches Risiko das nicht bezahlbar versichert werden kann... :aua:
     
  8. Zeus

    Zeus Halbes Megabyte

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    @WM und Airdsl

    Plumpes Polemisieren aus eurer Feder ist sicherlich förderlich. Lest einfach mal mein Posting unter #4.

    Übrigens haftet der Vermieter auch bislang ggf. als Mitstörer bei Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen. Außerdem hat die Leihe nichts mit der Miete zu tun. Unter dem Mietvertrag versteht man die Gebrauchsüberlassung einer Sache auf Zeit gegen Zahlung von Geld, der Miete (§§535 ff. BGB), während die Leihe (§§598 ff.) sich ggü dem Mietvertrag fundamental dadurch unterscheidet, daß sie unentgeltlich erfolgt.
    Ihr habt leider keine Ahnung von deutschem Recht. Daher spielt euch auch nicht als Sachwalter der Materie auf.
     
  9. wm

    wm Kbyte

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    In einem gebe ich dir sicherlich Recht. Ich bin niemandes Sachwalter. Ich gebe hier meine Meinung wieder, das hat nicht unbedingt etwas mit geltendem Recht zu tun. Es kann nicht jeder ein gelernter Rechtsanwalt sein. Wenn du dieses hier voraussetzt, bist du eventuell im falschen/r Thread, Forum oder Domain.
    Gehe mal schön da spielen - http://www.anwalt24.de/
    Sorry, ist nicht persönlich gemeint!

    MfG

    Ein User
     
  10. airdsl

    airdsl Byte

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    Wenn wir schon diskutieren ohne allzu persönlich zu werden an den "Anwalt" eine schlichte Frage eines Unternehmers: Wie soll sich ein Unternehmen gegen die Haftung für die Internetaktivitäten seiner Mitarbeiter schützen, wenn es gemäß geltendem Datenschutzrecht fast keine Daten mitprotokollieren darf (ohne zuvor umfangreiche interne betriebliche Vereinbarungen mit dem Betriebsrat geschlossen zu haben, der meist nicht dafür ist, also auch nicht zustimmt) - ein Nachweis welcher Mitarbeiter verantwortlich ist, kann so nicht geführt werden - also hat jedes Unternehmen, in dem Mitarbeiter das Internet nutzen müssen ein unkalkulierbares und nicht ausschliessbares Haftungsrisiko !
     
  11. staat nie satt

    staat nie satt ROM

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    habe gerade eben von neuem staatlich organisiertem Diebstahl am Verbraucher (per Grundsatzurteil) vom OLG München gelesen unter rtl text seite 482. Die gebühren in höhe von 12 Euro pro verkauften PC Kassiert eine Stelle die sich VG(Verwertungsgesellschaft) Wort nennt. Diese -:mad: Gesellschaft- vertritt die rechte von autoren.........:mad:
    Hier mal zum reinschauen auf der wort-tretungsgesellschaft http://www.vgwort.de/ und dan mal auf impressum gehen, da

    steht z.B.
    Name, Sitz und Zweck

    I. Der Verein führt den Namen Verwertungsgesellschaft WORT, Rechtsfähiger Verein kraft Verleihung.
    II. Er hat seinen Sitz in München.
    III. Zweck des Vereins ist es, die Befugnisse seiner Mitglieder und Wahrnehmungsberechtigten treuhänderisch wahrzunehmen, die ihm vertraglich diese Wahrnehmung anvertrauen.
    IV. Die Einrichtung des Vereins ist gemeinnützig und nicht auf Erzielung von Gewinn gerichtet.

    hier ist punkt IV sicherlich interressant.

    Ein weiterer Punkt ist die Steuernummer. Warum ? wenn kein Gewinn erziehlt wird, dann wären dies doch durlaufende Posten:mad:

    Hier ist also eine neue Form von Diebstahl enstanden die per Rechtsschprechung forciert wird.


    Wacht endlich alle auf und lasst eich diesen dreck nicht mehr bitten von den Dieben da oben.

    Hier nochmal für die interressierten zum nachlesen wo unser überfetteter Staatsaparat das geld aus dem Fenster zu tretten beliebt. http://www.sgipt.org/politpsy/aktuell/pwk/04/Pwk04-27.htm (Deutsch)


    Rechtssprechung im Namen des Volkes :mein Name gibt es nicht
     
  12. Taschenlampe

    Taschenlampe ROM

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    1
    Zum Thema Urheberrecht:
    Mittlerweile hat sich auch eine Initiative gebildet, die sich mit Unterstützern formieren will, um eine Stimme beim zweiten Korb zu haben. Cash for Art heißt sie (www.cash-for-art.de). Hab das zufällig auf den Medientagen in München mitbekommen. Künstler sollen dann auch für digitale und überhaupt neue Medien entlohnt werden. Aber ganz ehrlich: Die tausend zwischengeschalteten Stellen, die mit Verträgen und was nicht allem die Künstler an der kurzen Leine halten, stecken die Kohle doch irgendwann in dieser Kette selbst ein. Und die Verbraucher zahlen dafür mehr.
     
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