Urteil: Anspruch auf Mehrwertsteuer bei Auktionen

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von derupsi, 26. Oktober 2004.

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  1. derupsi

    derupsi Halbes Gigabyte

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    hmmm... komisch ist das, denn eigentlich dürfen in Deutschland keine Netto-Preise verlangt/ausgezeichnet werden (Es sei denn, von gewerblich zu gewerblich aber Ebay ist ja öffentlich, also auch für Privat- / Endkunden.)
     
  2. btpake

    btpake Guest

    Wenn ""Der Preis versteht sich netto zuzüglich Mehrwertsteuer."" in der Auktion stand ist die Sache eindeutig, ohne diesen oder ähnlichen einschränkenden Zusatz sind die Preise als Bruttopreis zu verstehen. Wo ist das Problem?
     
  3. derupsi

    derupsi Halbes Gigabyte

    Registriert seit:
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    6.624
    das "Problem" ist folgendes, dass alle Preise in D inklusive Mehrwertsteuer genannt werden MÜSSEN, wenn sich der Verkäufer "überwiegend" an Privat- bzw Endkunden wendet. Somit könnte man unterstellen, dass der Zusatz zuzüglich Mehrwertsteuer schlicht übersehen wurde, da man ja damit nicht rechnen muss
     
  4. btpake

    btpake Guest

    ..... Ermessenssache. Hat der Richter Blähungen und der Staatsanwalt Kopfweh ...... ;) :D
     
  5. Sveni2211

    Sveni2211 Kbyte

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    Außerdem heißt es, das die Preis inkl. Märchensteuer nur dann ausgewiesen werden müssen, wenn es nicht andersweitig eindeutig gekennzeichnet ist. Das war in dem Fall aber.
     
  6. Liebkind

    Liebkind Byte

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    Unabhängig der Rechtmäßigkeit der MwSt. in DIESEM Fall, wird auch IMHO dargelegt, dass in einem Vertrag zwischen Anbieter und Bieter auch etwas anderes stehen kann als in den AGB von ebay.

    Nur provokativ geäußert, könnte man dann auch in die Auktion schreiben, dass der Käufer die Auktionsgebühr zu zahlen hat. Auch dies wäre eine individuelle Vertragsvereinbarung von Käufer und Verkaufer.

    Für mich sieht es nach dem Urteil hier so aus, als ob man sich da in Zukunft auf einige Feinheiten gefasst machen sollte. Vor dem Bieten den KOMPLETTEN Angebotstext einschließlich des manchmal wirklich Kleingedruckten - im wahrsten Sinne des Wortes - lesen. Bei Unklarheiten sollte man diese unbedingt mit dem Verkäufer vorher per Email abklären.

    Lieber mal auf ein vermeindlich günstiges Angebot verzichten, als im Nachhinein den Ärger zu haben.
     
  7. Liebkind

    Liebkind Byte

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    Wie man immer wieder sieht, ist es leider nicht so selbstverständlich. Es sollte aber eine Selbstverständlichkeit sein.
     
  8. piXL

    piXL Kbyte

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    225
    Andererseits stellt sich natürlich die Frage: "Was bringt's?"

    Der Käufer muss die Mehrwertsteuer an den Verkäufer bezahlen und dieser muss sie an das Finanzamt abführen. Der Verkäufer hat doch letztlich nichts davon. Hätte er auf die USt verzichtet, so hätte er diese (Vorsteuer-Abzug vorausgesetzt, was aber ja wohl der Fall sein wird), vom Finanzamt quasi erstattet bekommen.
    Verkehrte Welt! :bse:
     
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