Urteil zur Speicherung von IP-Adressen

Dieses Thema im Forum "Internet: DSL, Kabel, UMTS, LTE" wurde erstellt von Wolfgang77, 1. Juli 2005.

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  1. Wolfgang77

    Wolfgang77 Ganzes Gigabyte

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    20.804
    Urteil zur Speicherung von IP-Adressen
    01. Jul 15:55

    Das Amtsgericht Darmstadt hat entschieden, dass der Provider T-Online die IP-Adressdaten von Flatrate-Kunden nicht speichern darf. Rechtskräftig ist das Urteil aber noch nicht.
    Die Vorgehensweise ist vielen Datenschützern bereits seit längerem ein Dorn im Auge: T-Online, Deutschlands größter Provider, speichert die seinen DSL-Flatrate-Kunden zugewiesenen IP-Adressen drei Monate lang, obwohl dies abrechnungstechnisch nicht notwendig wäre. Über die IP-Angaben sind Nutzer im Internet nachverfolgbar.
    Nicht relevant
    Das Amtsgericht Darmstadt hat auf Klage eines Nutzers nun befunden, dass die T-Online-Praxis tatsächlich dem aktuellen Datenschutzrecht widerspricht. Wie der IT-Nachrichtendienst «Heise Online» meldet, habe T-Online nicht begründen können, warum die IP-Daten zur Rechnungslegung relevant seien. Allerdings darf der Provider weiterhin Nutzungszeiten und Datenmengen speichern, da diese für eventuelle Rechtsstreitigkeiten wichtig sein könnten.
    Der Kläger, Holger Voss, war vor zwei Jahren wegen eines satirischen Beitrages in einem Internet-Forum angeklagt und anschließend freigesprochen worden; entdeckt wurde er allein, weil T-Online seine Flatrate-Daten gespeichert hatte. T-Online begründet die Speicherung unter anderem damit, dass man im Störungs- und Missbrauchsfalle eingreifen müsse.
    Weiteres Verfahren
    Der Provider beharrt weiterhin auf seinem Recht zur Speicherung, wollte sich vorerst zu dem Ausgang des Verfahrens, für das noch keine schriftliche Urteilsbegründung vorliegt, laut «Heise Online» noch nicht äußern. Es ist davon auszugehen, dass T-Online in Berufung geht; auch ist noch ein zweites, ähnliches Verfahren anhängig, dessen Ausgang noch unklar ist.
    Dass es auch anders geht als bei T-Online, zeigt unterdessen der DSL-Konkurrent Lycos: Dieser verzichtet laut eigenen Angaben derzeit auf die Speicherung von IP-Adressen von Flatrate-Nutzern. Das Datenschutzrecht sieht derzeit das Gebot der Datenminimierung vor - eine Vorratsdatenspeicherung, die von Innenpolitikern zwar immer wieder gefordert, von Datenschützern aber als deutlich überzogen und gefährlich betrachtet wird, ist nicht vorgesehen.

    Quellangaben:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/61321
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/61321
    http://www.chip.de/c1_forum/thread.html?bwthreadid=852084

    Wolfgang77
     
  2. navyultra

    navyultra ROM

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    Beiträge:
    4
    Hallo !

    Ich habe in einem Forum einen Beitrag geschrieben, der eine Straftat des Foren Administrators aufdeckt. Nun droht dieser nachdem er meine IP Adresse im Forum veröffentlicht hat auch meine Wohnanschrift sowie meinen echten Namen zu veröffentlichen, da er das über die IP rausfinden könnte !
    Kann er meinen Namen über Zwischenstellen etc. herausfinden ?

    Geht das wirklich ! Wie groß ist die Gefahr ?

    zur info:Ich bin T-Online DSL Flatrate Kunde.


    Gruß

    Navyultra
     
  3. Wolfgang77

    Wolfgang77 Ganzes Gigabyte

    Registriert seit:
    1. Oktober 2002
    Beiträge:
    20.804
    Ohne Staatsanwalt geht das nicht über die dyn. IP deine Anschrift zu bekommen.. (Datenschutz).
     
  4. der hetzer

    der hetzer Kbyte

    Registriert seit:
    21. August 2005
    Beiträge:
    307
    Nabend !

    Bei jedem Neustart ändert sich deine IP, also keine Angst , kannst aber auch -> Steganos Internet Anonym <- nehmen in der Version 8.0 , dann musste keine Bedenken haben .


    Gruß , Hetzer
     
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