Verbindungstest: So finden Sie den schnellsten Download

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von MagicMan, 12. Februar 2004.

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  1. MagicMan

    MagicMan Kbyte

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    "So müssen Sie etwa bei Downloads von Servern mit einer Antwortzeit von mehr als 250 ms in jedem Fall mehr Geduld aufbringen als bei einem Wert von 50 ms."

    Völliger Quatsch. Die Signallaufzeiten haben (fast) gar nichts mit der Downloadgeschwindigkeit zu tun.

    Was nützt ein Ping von 25ms, wenn der Server nur eine Bandbreite von 64kb/s liefern kann? Oder die Bandbreite pro Slot begrenzt ist? Was stört mich ein Ping von 500ms, wenn der Server mit konstant 1MBit/s Daten liefert?

    "tracert <Servername> Dieser Befehl gibt nacheinander alle Rechner (Hops) an, die Ihre Datenpakete passieren müssen. Jeder Zwischenschritt wird mit der jeweiligen Antwortzeit angegeben. Die Route der Datenpakete gibt Aufschluss darüber, wie gut der Server von Ihrem Standpunkt aus angebunden ist - je weniger Hops, desto besser."

    Der erste und zweite Satz sind richtig, der Rest ist wieder grundlegend falsch.

    Die verfügbare Bandbreite zwischen den einzelnen Hops ist entscheidend, für den Download einzig der Abschnitt mit der geringsten Bandbreite (vorausgesetzt, der Server liefert schnell genug, s.o.).

    So hilft es nichts, wenn die eine Verbindung über 3 Hops mit je 25ms Antwortzeit geht, die Leitung zwischen Hop2 und Hop3 aber nur 128kBit/s hat.

    TrRacert macht übrigens nichts weiter, als eine Reihe von Pings mit aufsteigender TTL (TimeToLive) abzusetzen. Ein Ping mit einer TTL von 1 geht also nur bis zum ersten Hop und "stirbt" dann, er mißt also so die Zeit bis zum ersten Hop. Dann kommt ein Ping mit TTL=2 usw. usw.

    Da sich inzwischen der Weg (für die Profis: dynamisches Routing) der Pakete geänder haben könnte, ist Tracert auch nicht gerade zuverlässig (das dritte Ping geht über RouterA, RouterB und RouterC, das 4. über RouterA, RouterX, RouterC und RouterY, alle liegen irgendwo auf irgendeinem möglichen Weg zum Zielserver).

    Dann lieber eine durchgängige 144MBit/s-Strecke über 44 Hops.

    Darin liegt übrigens auch der Grund, warum Downloads von amerikanischen Servern häufig schneller sind, als von deutschen Servern. Die meisten Provider haben schnelle Leitungen in die USA, aber nur wenige und langsamere Verbindungen untereinander. Abgesehen davon, daß ein sehr großer Teil innereuropäischer Kommunikation ohnehin über US-Routen läuft.(Einige Extremparanoiker (?) behaupten, damit die dortigen Organisationen auch europäischen Mailverkehr überwachen können.)

    So, lange Rede kurzer Sinn, Signallaufzeiten, Routeranzahl und übertragbare Bandbreite sind voneinander unabhängig. Und zwar völlig.

    Besser als irgendwelche Messungen oder Tools wie Dipstick sind Tools, die von mehreren Server gleichzeitig laden, bis die eigene verfügbare Bandbreite ausgeschöpft ist. Schneller geht es nämlich nicht.

    HTH

    MagicMan

    Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen, der was davon versteht.
     
  2. brzl

    brzl Halbes Megabyte

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    17. März 2004
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    730
    Gut gebrüllt, Magic, so isses.
     
  3. migII

    migII Byte

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    Beiträge:
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    Die Leitung war halt so langsam. :D
     
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