Verschlüsselung für Internet-Telefonie

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von RaBerti1, 28. Juli 2005.

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  1. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Ähm, kann mich mal bitte einer schlau machen, warum es sinnvoll sein soll, die VoIP-Daten zu verschlüsseln?

    Wie soll denn jemand in dem Riesendatenwust, der da durch die Drähte rauscht, genau die Schnipsel finden, aus denen mein VoIP-Gespräch besteht?

    Und wenn mich jemand abhören wollen sollte (den Typen müßte man ohnehin schon wegen des ausgesuchten Ziels dem Krisendienst vorstellen): Wär es da nicht einfacher, man würde die üblichen 007-Methoden benutzen?

    Emails werden irgendwo auf Servern zwischengelagert, da ists auch möglich, daß mal was fehlgeleitet wird, aber bei VoIP werden Daten von P2P geschubst und weg sind sie. Schall und Rauch. Was soll da belauscht werden?

    MfG Raberti
     
  2. TheKey84

    TheKey84 Kbyte

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    Die Datenpakete haben eine Quell- und eine Ziel-IP und Portangaben, das reicht völlig aus, um die nötigen Pakete auszufiltern. In einem LAN ist es wohl kein besonderes Problem für jede technisch versierte Person, das zu bewerkstelligen. Aber auch im Internet hat die Verschlüsselung vorteile: Die Pakete laufen nämlich ALLE beim Provider zusammen, um über einen Backbone geleitet zu werden, den sich dann auch noch unter Umständen mehrere Provider teilen. Es wäre z.B. für den Provider möglich, so die Gespräche abzuhören, und der Gesetzgeber könnte ihn theoretisch auch dazu zwingen, im Zuge von polizeilichen Abhörmaßnahmen. Leider werden eben diese Kompetenzen im Zuge der "Terrorismusbekämpfung" immer weiter ausgeweitet, sodass man sich als "unbehelligter" unschuldiger Bürger durchaus schon Sorgen machen kann, und es nur verständlich ist, dass man nach Wegen sucht, um sich davor zu schützen. Nicht Alle sind zufrieden mit dem Weg, den der Staat geht, und geben nicht ihr Privatleben offen Preis, nur um die "Allgemeinheit" vor etwaigen (rein hypothetisch möglichen) Terroranschlägen, Einbruchsserien, Amokläufen, Handtaschenräubern und so weiter, zu schützen.
     
  3. buntspeXt

    buntspeXt Byte

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    Genau aus dem selben Grund aus dem man eMails verschlüsseln sollte

    Dafür gibt es fertige Software, mit der auch DAUs VoIP-Gespräche mitlauschen können -> http://www.oxid.it/cain.html

    Es ist sehr viel einfacher und unauffälliger VoIP Gespräeche abzuhören.
     
  4. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    Sicher sollen wir nur in Sicherheit gewiegt werden, denn alle ofiziellen Verschlüsselungen sind von geeigneten Regierungsorganen auch zu entschlüsseln. Die hören und gucken mit wo und wie es ihnen gefällt, da hilft auch eine verschlüsselung nichts.
     
  5. TheKey84

    TheKey84 Kbyte

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    Halte ich nicht für richtig. Wenn es die Regierung entschlüsseln kann, dann können's Terroristen und Datendiebe auch.

    Backdoors sind in Open-Source-Software nicht versteckbar, und wenn es mathematische Methoden zum Knacken einer gängigen verschlüsselung gibt, dann ist's eh nur eine Frage der Zeit, bis "nicht Regierungsmathematiker" diese finden. Es könnte unter Umständen ein enormer Schaden durch solche Schwächen entstehen. Und wenn es nur ein wirtschaftlicher wäre. Mit etwas Phantasie sind ausreichend viele Szenarien denkbar.

    Jemand muss mir schon sehr gute Erklärungen liefern wenn er mir erzählen will, dass man mathematische Methoden vor Anderen unauffindbar verstecken kann. Wie soll das gehen? Hypnose über den Rundfunk?
     
  6. Lactrik

    Lactrik Guest

    Ich könnte mir allerdings vorstellen, sollte dieser Algorithmus wirklich sicher sein (jaja, sicher ist relativ, ich weiß), dass diese Methode nie den Weg zu den gängigen Providern finden wird. Ich nehme doch mal an, dass diese die Verschlüsselung installieren müssen, denn VoIP über Computer ist längst out und wird immer häufiger mit gewöhnlichen Telefonen durchgeführt. Also muss es providerseitig eine Verschlüsselung geben.

    Und ob der Staat das zulässt? (Andererseits fehlen VoIP noch ein paar Merkmale, um zu einer staatlich anerkannten Telekommunikationsmethode zu werden, einer davon ist die Sicherheit)
     
  7. TheKey84

    TheKey84 Kbyte

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    Und wie soll das funktionieren? Ist doch blödsinn, ich schick' doch nicht meine Daten im Klartext zum Provider, dass der sie dann verschlüsselt. Und wer entschlüsselt sie dann wieder beim Empfänger? Also die Verschlüsselung muss dann schon vom Endgerät zum Endgerät geschehen. Gibt's doch auch schon für Handys, hab' noch nie davon gehört, dass das verboten sein soll.

    Und wieso muss meine Telekommunikationsmethode staatlich anerkannt sein? Reicht doch, wenn mein Gegenüber mich hört. Oder ist's etwa verboten, mit nicht anerkannten Methoden zu Kommunizieren?
     
  8. odh

    odh Byte

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  9. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    Wer sag denn das es mit Open Source Software realisiert wir ?
    Und Fakt ist, das zumindest die amerikanische Regierung die Schlüssel für jedes bekannt System hat oder das Werkzeug sie schnellst möglich zu knacken. Es gab da mal einen findigen Programmierer, der wohl ein sehr, sehr sicheres und mit bekannten Technicken unknackbares System entwickelt hat und nachdem sich die Amis dafür interessiert haben, gabs weder vom Programmiere noch seinem Verfahren noch irgentwas zu hören. Denke mal gut eingekauft den Mann, damit den Herren auch ja nix verborgen bleibt.
     
  10. TheKey84

    TheKey84 Kbyte

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    Es ist doch ganz allein meine Entscheidung, ob ich zur Verschlüsselung ein gekauftes Programm oder Open-Source verwende.

    Was genau daran ist ein Fakt? Meiner Meinung nach ist das nur Gerede. Wenn du's irgendwie begründen oder nachweisen kannst, oder auf ein Ereignis hinweisen, das darauf schließen lässt, dann könnte man es vielleicht, rein hypothetisch, unter bestimmten Umständen, als Fakt bezeichnen. Ich habe jedenfalls gute Gründe genannt, warum es meiner Meinung nach blödsinn ist.

    Kenn' ich nicht, nie was davon gehört. Irgendwelche Links? Namen? Ideen? Vielleicht kannst du mir aber noch erklären, warum sein System unknackbar sein soll, wie er darauf kommt, dass es so ist. Wenn er relativ schnell wieder verschwunden ist, dann glaub' ich nämlich eher, dass sein System ein Flop war und er sich deshalb rar gemacht hat, oder einfach uninteressant wurde. Und woher weißt du, dass die Amis dran interessiert waren? Vielleicht war's denen einfach Piep-Egal, nur macht sich sowas halt besser in einem Artikel, weil ja für viele Leute die Qualität einer Verschlüsselung auf mystische Art und Weise drastisch ansteigt, sobald man sie irgendwie mit den Amis und Geheimdiensten in Verbindung bringt.
     
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