Virtuelle Friedhöfe: Strittige Zukunftsidee

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von ThadMiller, 21. April 2005.

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  1. ThadMiller

    ThadMiller Guest

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    396
    "Wenn Sie keine Angehörigen haben, müssen Sie im Todesfall ja selbst etwas veröffentlichen."


    und wer solls dann lesen?


    gruß
    Thad
     
  2. arnewolf

    arnewolf Byte

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    93
    das Internet in seiner Urform besteht doch vielleicht mal seit den 60ern, geschweige denn von der vielleicht kurzen Zeitspanne, in der es von wirklich vielen Menschen genutzt wurde.

    Ich denke, die Idee des Internets wird weiterbestehen, aber irgendwann in naher Zukunft wird sich mal die Technik ändern und zwar NICHT abwärtskompatibel.

    Wer stellt dann diese Gräberseiten um?

    Denkt man mal an Servercrashes und die Schnelllebigkeit des Internets allgemein, so ist es einfacher ehrlicher zu sagen:
    "Wir speichern diese Seite 2 Jahre und dann sehen wir weiter"

    Wer von Ihnen annimmt, diese Seiten würden in tausend Jahren immer noch in einem Internet stehen, der darf sich gerne melden, ich halte jede Wette. Ich muss es nur mit eigenen Augen sehen.
     
  3. andideasmoe

    andideasmoe Megabyte

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    Mir fiel beim Lesen des Artikel nur ein: "Aus Scheiss Geld machen."
     
  4. Kobi

    Kobi ROM

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    7
    Es ist wenig verwunderlich, dass die traditionelle Bestattungsindustrie jeder Veränderung des Marktes sehr negativ gegenübersteht! Die humane "Kadaverentsorgung" ist ein sehr lukratives Geschäft und diese Torte soll nicht mit anderen geteilt werden! Die vorgeschoben "moralischen" Argumentationen sind so fadenscheinig wie das letzte Hamd des Verblichenen.
    Wer versucht in diesen Markt einzusteigen, wird natürlich mit der nötigen "Peität" konfrontiert und man müsse doch auf die Gefühle der Angehörigen rücksicht nehmen. Nur vermisse ich eine solche Rücksichtnahme bei der Rechnung des Bestatters!!! :eek:
    Natürlich kann man einen virtuellen Gedenkstein errichten und eine andere Taruerkultur etablieren. Dies erfordert ein inovatives Denken! Doch die Totengräbermafia versucht dies natürlich zu verteufeln, denn hier sind sie nicht daran beteiligt und bekommen kein Geld. Man sugeriert eine Gedenkseite mit Werbebanner! "In stillem Gedenken an Alfred Mustermann"- "3...2...1...eBaytrogen worden".

    Trauer und Erinnerungen bedürfen keiner Friedhöfe. Liebe zu den Mitmenschen findet im Herzen statt... Aber damit kann die Industrie nichts verdienen!
     
  5. X - Man

    X - Man Kbyte

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    Dem kann ich nur zustimmen. Mir persönlich ist es auch egal ob ich ein Grabstein auf dem Friedhof oder im Netz erhalte.
    Von mir aus könnten mich meine Hinterbliebenen auch anderst entsorgen. Diese ganze Geldmacherei mit dem Tod ist in meinen Augen unmoralisch. Wer mich zu lebzeiten gemocht hat, der hat mich auch nach meinen Tod noch gerne.
     
  6. andideasmoe

    andideasmoe Megabyte

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    Wenn mans dürfte wie bspw. in Holland würde mir auch ein einfaches Einbuddeln meiner Urne im Garten reichen. Vielleicht hat sich ja Deutschland bis dahin entschlossen, sowas zuzulassen.
     
  7. X - Man

    X - Man Kbyte

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    Schön wäre es schon. Aber leider kassieren hierzulande zu viele mit ab. Auf keinen Fall würden sich die Gemeinden das Zubrot entgehen lassen.
     
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