Warum nicht auch in der BRD?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Bruder Bop, 28. Februar 2003.

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  1. Bruder Bop

    Bruder Bop Kbyte

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    Hallo!
    Nach einem Besuch in den USA frage ich mich, ob deutsche Händler bzw Linuxdistributionen einfach nur keinen Geschäftssinn haben oder ob sie einfach nur doof sind. In Amerika kann man durchaus PC}s kaufen, auf denen nicht Windows, sondern Linux vorinstalliert ist. Nicht an jeder Ecke, aber wenn man danach sucht, wird man auch fündig. Der Hintergrund ist ganz einfach, wie mir ein Fachhändler verriet. Viele User sind Windowsgeschädigt und trauen sich die Konfiguration nicht zu. Da kommen dann immer solche Fragen wie "Passt meine Hardware zu Linux?" oder "Am Ende ist das zu schwer für mich." Das liest man in deutschen Foren auch immer wieder von Linuxinteressierten. (Da schließe ich mich sogar mit ein, denn es ist wirklich unschön, dass man immer erst einmal die entsprechenden Hardwaredatenbanken durchstöbern muss um am Ende doch festzustellen, dass es noch immer nicht alles reibungslos funzt.) Die Lösung kann doch einfach sein. Es werden komplette Rechner angeboten, wo die Hardwarekomponenten mit der installierten Distribution problemlos laufen. Der Kunde kann sich das im Geschäft ansehen und testen, ob er Linux wirklich so viel komplizierter findet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten es dank KDE etc gar nicht so übel finden und durchaus zugreifen. Aber eben nur, wenn man ihnen eine "komplette Linux-Kiste" verkauft und sie nicht schon für die Installation Fachmänner/frauen sein müssen. Arbeiten die Leute erstmal damit, bekommen sie das meiste fast ebenso schnell in den Griff wie anfangs bei Windows.(Ihre Windowsanfänge haben die meisten wohl schon verdrängt.) Nun frage ich mich, warum es in Deutschland nicht möglich ist zumindest in den großen Ketten solche Linux-PC}s zu bekommen. Ist es denn wirklich so inakzeptabel einen neuen Rechner mit Suse, Mandrake oder ähnlichem zu kaufen? Ich finde, dass es da auf Seiten der Linuxdistributionen immer noch so ein wenig nach dem Motto "Die User sollen gefälligst zu uns kommen" geht. Das ist aber Müll. Man will demonstrieren, dass man ein besseres System als Windows hat, also sollte man auf die Kunden zugehen und es ihnen beweisen. Das schafft man am besten, wenn man den Einstieg bzw Umstieg leicht macht. Auch wenn Linux an sich ein freies Betriebssystem ist, so wollen Suse, Mandrake etc auch kommerziellen Erfolg haben und dafür fände ich es wichtig, dass man so langsam mal aus der Not (Hardwareprobleme) eine Tugend macht und solche Komplett-PC}s in Deutschland anbietet. Ich würde einen kaufen, habe aber noch nie ein entsprechendes Angebot gefunden :-( .
     
  2. Bruder Bop

    Bruder Bop Kbyte

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    Solange man es nicht ernsthaft versucht, wird man es nicht wissen. Die Erfahrungen in Amerika sind diesbezüglich aber gar nicht so schlecht. Wenn der Rechner komplett gebrauchsfähig ins Haus gebracht wird bzw im Shop verkauft wird, wurden diese Angebote auch gut verkauft. So wenig Leute würden nämlich einem Umstieg gar nicht abgeneigt sein. Sie fürchten sich halt davor einen Rechner, der beim Kauf ja mehr oder weniger auf Windows abgestimmt war, mit Linux zu konfigurieren. Und wenn man ihnen das abnimmt, kann man einige dazu bewegen, denn so furchtbar zufrieden mit Windows sind nun auch wieder nicht alle. Deren Standardantwort ist jedoch meist:"Was soll ich denn sonst nehmen?" Bei Apple ist der Umstieg nicht gerade billig und Linux hat nun mal den Ruf schwierig zu sein., dafür aber günstiger. Also plädiere ich noch immer dafür, dass man den Interessierten den Umstieg mit einem Linux-Rechner schmackhaft macht. Einen Versuch wäre es wert. Zumal ich persönlich frage, ob den Händlern das Monopol von Microsoft gefällt. Ich finde es komisch, dass unser gesamtes Wirtschaftssystem auf Wettbewerb aufgebaut ist, nur im Bereich Heim-PC gibt es immer wieder genug Menschen, die leidenschaftlich argumentieren, dass doch alles so einfach ist. In jedem Geschäft existiert fast nur Windows. Alles wird auf Windows abgestimmt und Gates diktiert die Regeln. Nicht nur den Usern, sondern eigentlich auch dem Handel. Das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluß sein.
    Gruß
    Bruder Bop
     
  3. dooyou

    dooyou Halbes Megabyte

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    Naja so einfach wie das die Amis reden ist das ganze nicht. Dazu brauchst du erstmal Kunden dafür die umsteigen wollen. Zufriedene Nutzer von Windows steigen kaum um, und das sind mehr als man denkt. Und "deutsche" Windows Nutzer sind eh schwer zu überzeugen was anderes zu versuchen. Man sollte sich nur als Beispiel nehmen wer z. B. die ganzen Addons für Spiele in seiner Freizeit schreibt oder Shareware Programme das sind meistens Leute die nicht Deutschstämmig sind. Wir benutzen gerne vorhandene Software die funktioniert und wo man nicht lange hantieren muss...

    So schnell wie die erste Begeisterung gegenüber Verkäufern ist die in den Staaten Kunden Linux näher bringen wollen, Verkaufen und dann auf dauer den Service bieten das Kunden zufrieden sind ist hier nur schwer zu realisieren, geschweige denn ob das in Amerika auch so klappt. Linux ist extrem vom Anwender abhängig ob es funktioniert oder nicht und Fehler treten immer auf wenn sich der Anwender nicht so geschickt verhält. Viele Programme sind in den Readme Texten auf Englisch, genauso wie die Software. Nicht jeder hier versteht die Sprache so, obwohl man es erwarten kann. Aber Programme Compilieren etc. das ist nicht einfach. Das kann jeden Shop Betreiber schnell überfordern. Meiner Meinung nach sind die Nutzer noch nicht soweit, die Händler ebenso wenig und die Bereitschaft fehlt um es zu versuchen. Das Risiko auf eine Pleite ist zu groß und der Konkurrenzkampf zu Hart. Die Anwender hadern ja schon mit Windows und den kleinsten Problemen.
     
  4. Bruder Bop

    Bruder Bop Kbyte

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    Das glaube ich gern, aber man muss es den Leuten doch anbieten und das tut hier kaum ein Händler. Wie gesagt, im Amiland stand da ein kompletter PC inclusive Modem etc. Übrigens war Red Hat installiert. Der Händler konnte seinen Kunden sagen." Hiermit können sie alles, was das Herz begehrt, machen. Bürokram, ins Internet gehen, spielen. Genau wie mit Windows. Und sollte es Hardwarefragen geben,weil sie später mal neue Komponenten einbauen möchten so kommen sie vorbei." Da haben wir allerdings den nächsten(ganz gravierenden) Unterschied zu Amerika. Der Service für die Kunden ist wesentlich besser als bei uns. Wenn die sagen, dass du mit Problemen kommen kannst, dann machen die das auch. (Bei einigen wenigen Fachhändlern klappt das hier aber auch. Ehre, wem Ehre gebührt :-) ) Ich wollte damit übrigens keinesfalls sagen, dass es den "Linux-Einheits-PC" geben sollte. Es wird immer Freaks geben, die ihr eigenes System aufbauen. Das ist auch gut so, denn meist sind das die Pioniere für den Rest. Linux sollte nur langsam mal seinen Status als Underdog aufgeben und sich mehr auf den Durchschnitts-PC-User hinbewegen. Denn wenn ich ehrlich bin, habe ich schon oft das Gefühl, dass sich Linux-User in der Rolle des "einzig wahren Fachmanns" ganz wohl fühlen und gern etwas abfällig auf Windows-User herabsehen. Das merkt man ja schon daran, dass jetzt die ersten abfällig über Suse sprechen, weil das angeblich schon kaum noch Linux ist. Ist denen wohl nicht kompliziert genug. Oder doch schon zu sehr mainstream? Diese Einstellung wird aber unweigerlich dazu führen, dass Microsoft sein Quasi-Monopol in aller Ruhe ausbauen kann und seine Kunden weiter gängelt. Ob das die Lösung ist? Das bezweifel ich und um eine hier gestellte Frage zu beantworten: Ja, ich glaube, dass Linux grundsätzlich das bessere System ist. Man muss sich nur bemühen, es von diesem Freak- und Tüftlerstatus zu befreien.

    Gruß
    Bruder Bop
     
  5. dooyou

    dooyou Halbes Megabyte

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    ich spreche ja eher von speziellen linux versionen z.b. linux office server von suse, da ist die sache ja klar geregelt wie oft das installierbar ist etc.
    die distributionen wir redhat und mandrake die man downloaden kann und auch kaufen seien mal dahingestellt. selbstverständlich kann man auch seine eigene distribution erstellen, mir geht es viel mehr um spezielle linuxsoftware die nicht frei verfügbar ist und die bezahlt werden muss innerhalb einer bestimmten distribution...United Linux lässt grüßen
     
  6. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Es mag ja sein, daß der eine oder andere Distributor der Meinung ist, von den von ihm hergestellten CDs dürfe nur 1-xmal ein PC ans Laufen gebracht werden...
    OK, kann er ja meinen. Ob das rechtlich verbindlich ist, ist die nächste Frage. Wenn gleichzeitig dieselbe Distribution irgendwo hochoffiziell zum ungehinderten Download auf dem Server liegt, macht eine derartige Einschränkung wohl kaum einen Sinn.

    Und die Frage der Beweisbarkeit, ob diese oder jene benutzt wurde, diese Frage hab ich damit noch gar nicht tangiert.

    MfG Raberti
     
  7. dooyou

    dooyou Halbes Megabyte

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    Als Händler muss ich sagen ist es schon schwer genug Leute auf Apple umzustimmen, Linux bekannt zu machen ist sicher nicht einfacher
     
  8. dooyou

    dooyou Halbes Megabyte

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    es geht doch nicht darum ob man es merkt, es geht nur um die tatsache selbst, das es nicht unbedingt immer erlaubt ist!
     
  9. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Und wie willste unterscheiden, ob es eine Distri ist, die vom Server gesaugt wurde oder obs eine ist, die in der Pappschachtel kam?

    MfG Raberti
     
  10. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Kein Problem, einen Rechner mit passender Linux-SW zu bauen und zum Kauf anzubieten.

    Nur:
    Dann kommt der deutsche Markt, bietet zb. ein DSL-USB-Modem an. Und dann zeig mir mal, wie man das als absoluter Computer-Newbie unter Linux (egal welche Distri) installieren soll...
    Ich als langjähriger WinNutzer und PC-Bastler hatte da auch schon einen Blindenführer nötig.

    Und das setzt sich dann mit anderen Geräten ganz zwanglos fort: USB Scanner laufen ja, aber was ist mit den alten Parallel-Port-Geräten? Und wie werden Kartenlesegeräte eingebunden? Firewire? Hübsch, aber funzt es auch?

    Wenn wir alle Einheits-PCs hätten mit Einheits-Peripherie, wärs das alles easy.

    MfG Raberti
     
  11. dooyou

    dooyou Halbes Megabyte

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    also distributionen darf man nicht immer rumverteilen und installieren wie man will...je nach distribution die man im handel kaufen kann gibt es auch da besondere vereinbarungen auf wievielen pcs die distribution nun installieret werden darf
     
  12. Bye_Bye_windows

    Bye_Bye_windows Byte

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    absolut sicher.
    ich darf diese eine distri auf allen meinen pc installieren incl.aller anwendungen und darf die distri meinen freunden ausleihen. das alleine ist schon besser als fakewindows.
    bis die windowsuser ihre seriennummern eingegeben und sich angemeldet haben, habe ich ein linuxsystem mit graphischer oberfläche und office installiert.

    :)
     
  13. Gheorghe Busch

    Gheorghe Busch ROM

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    Bist du sicher, daß das Ziel der Distributoren lautet, ein "besseres" OS als Windows abzuliefern?
     
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