Was haltet Ihr von Raubkopien?

Dieses Thema im Forum "Software allgemein" wurde erstellt von Wuffi, 26. September 2001.

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  1. Wuffi

    Wuffi Kbyte

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    Ihr kennt das ja, kaum kommt ein neues Programm z.B. Windows XP dann wird es gecrackt oder es wir sonst alles versucht dieses Programm "Ohne einen Pfenig" zu benutzen. Was haltet Ihr allgemein davon? Ist das in Ordnung oder denkt Ihr anders? Postet eurere Meinungen zu diesem Thema.
     
  2. turp

    turp Halbes Megabyte

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    s arbeiten wollte und natürlich als ich es mir leisten konnte, habe ich mir ein neues System, komplett mit aktuellem Windows zugelegt. Da ich alles was ich tun will immer noch genau so tun kann, wie es mich zufrieden stellt brauche ich keine Möglichkeit es "besser" zu tun. Jeder der mir anderes erzählt will nur mein Geld und bekommt stattdessen meine Verachtung :)

    Die Tatsache, dass Betriebssysteme an Maschinen gebunden werden kann ich vernunftsmäßig durchaus nachvollziehen, vor allem, wenn wie z.B. bei Compaq PC\'s die Wiederherstellung inkl. aller Treiber so einfach gemacht wird.
    Bei Anwendungen verhält es sich für mich wie bei Werkzeugen. Ich kaufe mir definitiv nicht für jeden Schreibtisch einen eigenen Füllfederhalter.

    Aber das ganze hat schon wieder überhaupt nichts mit dem Thema Raubkopien zu tun ;)

    Es mag sein, dass auch ich schon einmal eine "Sicherheitskopie" bei einem "Kumpel" vergessen habe. *dödelö*
    Zum Kotzen finde ich die Leute die meinen damit auch noch Geld verdienen zu müssen. Genaugenommen fängt nach meinem Empfinden da erst die Kriminalität an.
    Erst in dem Moment, wo jemand Geld an jemand anderen, als den rechtmässigen Besitzer Geld abdrückt, also die Kaufbereitschaft dem falschen Geldbeutel nutzt.
    Bei den Kopien unter Freunden tritt in sofern kein Schaden auf, als dass der Nutzniesser der Kopie überhaupt kein Käufer ist. Er erfreut sich an dem Produkt, nutzt es, würde aber kein Geld dafür ausgeben. Unterm Strich hat der Hersteller also keinen Nachteil, oder? :-)
     
  3. chrissebaeck

    chrissebaeck Kbyte

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    Annehmen\' (strittig). Da war sogar einmal eine Reihe von Berichten in einer PC-Zeitschrift, die waren aber leider juristisch etwas ungenau...

    Christoph
     
  4. turp

    turp Halbes Megabyte

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    oder sein Ego im Griff hat?"

    MS kann nichts dafür, verdient aber daran.
    Ich finde es ethisch nicht vertretbar Schwächen zum eigenen Vorteil auszunutzen.

    "Ähnlich sehe ich das Problem der Aktivierung nicht: Wer\'s kauft, hat kein Problem damit"
    Der Tumult um die Aktivierungspraxis ist vermutlich aus einer Anti-Microsoft-Stimmung heraus entstanden und wurde von den Medien noch ein wenig geschürt.
    Hier wurde lediglich eine Methode eingeführt, die im Profi-Bereich schon lange gängige Praxis ist.
    Im privaten Bereich ist aber auch die Verwendung von Raubkopien bzw. wohl eher die von Schwarzinstallationen gängige Praxis. Es ist heutzutage im privaten Bereich absolut gesellschaftsfähig einmal erworbene Software zu hause auf mehreren Rechnern und auch bei Freunden und Bekannten zu installieren.
    Die Leute denken: "Da es "ALLE" machen, warum sollte ausgerechnet ich dafür zur Rechenschaft gezogen werden?"
    Seit dem C-64 wissen wir, dass einem tatsächlich nichts passiert.
    Wir haben verlernt, deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben, haben es als Teil persönlicher Freiheit erfahren.
    Subjektiv gesehen hat Microsoft also unsere Freiheit beschnitten und genau das löst die Empörung aus.

    Ich finde die ganze Lizenzpolitik auch nicht befriedigend.
    Angenommen ich erwerbe ein Office-Paket zum Ladenpreis und darf es dann nur auf meinem stationären Rechner zuhause ODER auf meinem mobilen Computer installieren.
    DAS mag ich nicht akzeptieren!
    Es ist so, als würde ich mir ein Buch kaufen (was ja auch geistiges Eigentum ist), müßte mich dann aber dafür entscheiden, dieses entweder im Wohnzimmer ODER im Schlafzimmer zu lesen, andernfalls müsste ich ein weiters Exemplar erwerben.
    Oder ich kaufe einen Hammer, darf dann damit entweder im Hobbykeller hantieren ODER in der Garage und natürlich dürfte er nicht in der Werkbankschublade aufbewahrt werden, wenn ich ihn zuvor in der Werkzeugkiste hatte.
    Ok, es wäre mir nicht möglich ihn gleichzeit in Schublade und Kiste zu legen ;)
    Ich würde ihn aber auch niemals gleichzeit in Hobbyraum und Garage benutzen. Genausowenig wie ich gleichzeitig zuhause am Rechner sitze und unterwegs am Laptop.
    Rein rechtlich wäre es natürlich möglich Office lokal zu deinstallieren und mobil zu installieren und anschliessend wieder umgekehrt. Aber wozu?
    Wenn ich privat etwas verleihe, z.B. ein Buch. Kann ich in der Zwischenzeit nicht darin lesen. Ähnlich sieht es mit Spielen aus, bei denen eine CD eingelegt werden muß. DAS akzeptiere ich.

    Sobald ich das Recht an der Nutzung geistigen Eigentums durch meine Person erworben habe, will ich entscheiden können, wann, wo und womit ich es Nutze!
    Wenn ich es jemanden zur Verfügung stelle, quasi mein Recht an der Nutzung verleihe, muß ich darauf verzichten.
    Eine solche Regelung wäre für mich einleuchtend und akzeptabel.

    Die gesammte Lizenzpolitik sollte überdacht werden.
    In der Vergangenheit gibt es so schöne Beispiele.
    - Mitarbeiter, die vom Konzern erworbene Software parallel zu hause nutzen dürfen.
    - Spiele, wo mit nur einer CD der Multiplayer-Netzwerkmodus möglich ist.

    Es gibt bestimmt bessere Modelle, als die augenblicklichen.
    Mir mißfällt es, korrektes Verhalten durch Zwang herbeizuführen.
    Wäre es nicht viel schöner auf Akzeptanz bauen zu können?

    Wir könnten ja mal überlegen, wem oder was Software am Ähnlichsten ist bzw. welche Eigenschaften Software besitz, in wie weit diese bisher gegen Vervielfältigung geschützt sind und wie es mit der Akzeptanz und den rechtlichen Grundlagen aussieht :)
     
  5. chrissebaeck

    chrissebaeck Kbyte

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    s kauft, hat kein Problem damit (ok, bei PC-Umbauten ists lästig, ich hab meine 3 Versuche wahrscheinlich auch schon verbraten, aber mein Gott, ein Telefonat bringt mich nicht um, und wie ja auch von unabhängiger Stelle gezeigt wurde, werden keine persönlichen Daten übertragen). Für mich steht aber der Immaterialgüterschutz und der Urheberrechtsschutz doch auf einer höheren Ebene als das bisschen Unbequemlichkeit. Und wer\'s nicht will, muß es nicht kaufen, das war schon immer so.
     
  6. turp

    turp Halbes Megabyte

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    Tja, es gibt immer wieder Jäger und Sammler, aber auch Blender.

    Die einen versuchen Triebhaft alles in ihren Besitz zu bekommen, egal ob legal oder illegal,
    und die anderen brauchen irgendetwas nur zum Protzen ohne wirkliches Nutzungsbedürfnis.

    Bei Software ist wie mit allen anderen Dingen im Leben.
    Es wird ein Produkt geschaffen. Dieses wird zu einem, dem Produkt angemessenen Preis einer bestimmten Käuferschicht angeboten und gut. Der Preis orientiert sich an Nachfrage und Funktionswert, bezogen auf die Zielgruppe für die es entwickelt wurde.

    Jeder hat Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen.
    Leider werden heutzutage die Bedürfnisse viel zu oft durch Werbemaßnahmen generiert, sind sozusagen unnätürlich.
    Viele Konsumenten sind verblendet und erkennen ihren wahren Bedarf nicht mehr, sondern glauben den suggerierten Botschaften.

    Wenn mir ein Produkt als zu teuer erscheint, sagt mir mein Instinkt doch irgendwie, dass es das Geld für mich nicht wert ist, oder?
    Brauche ich etwas, um andere zu beeindrucken, oder entspricht es tatsächlich meinem Bedarf?

    Beispiel Betriebssystem:
    Win98 ist besser als Win95, weil...
    z.B. USB-Unterstützung -> habe ich USB-Geräte oder will ich mir welche zulegen???
    WinXP ist besser als W2K, weil...
    z.B. neue Features -> ich kenne diese Features nicht und folglich vermisse ich sie auch auf meinem 2000er System nicht. Richtig???

    Beispiel Auto:
    Eine S-Klasse ist komfortabler und schneller als ein Hundai o.Ä.
    Mein Bedarf...
    - täglich 1/2 Stunde quer durch die Stadt zur Arbeit fahren.
    Meine Situation...
    - Arbeiter mit 2000,-DM Nettoeinkommen.
    => Eine S-Klasse wäre schick, aber unerschwinglich und unnötig.

    Mein Bedarf...
    - regelmäßig zwischen Berlin, Hamburg und München pendeln.
    Meine Situation...
    - Leitender Angestellter mit einem Jahreseinkommen von 250.000,-DM
    => Eine S-Klasse läßt mich meine Strecken bequem und zügig bewältigen und stellt für mich ein günstiges Preis-/Leistungs-Verhältnis dar.

    Spezielle Anwendungen wie AutoCAD etc. sind für Leute gemacht, die diese auch BRAUCHEN.
    Für diese Leute ist der Preis keines falls zu hoch, da ihm ein entsprechender Nutzen entgegensteht in Form von Arbeitskomfort und Zeitersparnis.
    Wer sich diese Software nicht "leisten" kann oder will wird sie auch nicht benötigen. Für Zielgruppen, für die die Anschaffung sinnvoll ist z.B. Studenten gibt es von Profi-Software in der Regel günstige Studentenfassungen.

    Schade, dass die "aufgeklärte Gesellschaft" der "Konsumgesellschaft" gewichen ist. :(

    PS: Wer aggressiv für ein Produkt (WinXP) wirbt, dass sich verhältnismässig leicht illegal beschaffen (raubkopieren) läßt,
    bewirbt gleichzeit auch diese kriminellen Handlungen.
    FAZIT: Microsoft ist selbst schuld, dass WinXP raubkopiert wird ;)
     
  7. wecosys

    wecosys Byte

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    s finde, dann kann ich Raubkopierer nicht verstehen. Da reicht doch ein Windows aus. Den Rest kann ich per Heft-CD\'s und Freeware kostenlos abdecken. Und alles was ich nicht kostenlos bekomme aber trotzdem "benötige", da sollte ich mir das auch finanziell leisten können.

    Und bei Musik ist das für mich ähnlich. Wenn ich eine CD gerne besitzen möchte, dann möchte ich doch auch das Cover in Hochglanz und die CD bedruckt. Anders sehe ich das mit Musik die ich nur kurzzeitig hören möchte, wie z.B. Charts. Für mich macht es keinen Unterschied (moralisch wohlgemerkt, rechtlich dann schon), ob ich vom digitalen Radio die Musik aufnehme und in CD-Qualität habe oder ob ich halt ein MP3-File aus dem Netz ziehe. In beiden Fällen habe ich in höchster Qualität die Musik auf meinem Rechner und kurz danach auf meiner CD. Wohlgemerkt rechtlich sehe ich da schon einen Unterschied, aber moralisch halt nicht.

    Nur wie ich das jetzt auf Software übertragen soll, daß weiß ich noch nicht. ;-)

    Gruß Markus....
     
  8. chrissebaeck

    chrissebaeck Kbyte

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    Hab einen Ferrari, aber keinen Führerschein\') Würde mich interessieren, wer mit ähnlichen Leuten schon Erfahrungen gemacht hat.

    Christoph
     
  9. Lomax

    Lomax Byte

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    s und DVD\'s verwende ich ohne Ausnahme nur Originale!

    Gruß Lomax
     
  10. Wuffi

    Wuffi Kbyte

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    Hallo Sejo,

    Generell bin ich gegen Raubkopien. Wenn mir ein Programm zusagt, dann bezahle ich auch dafür, es muß aber nicht immer die aktuellste Version sein. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit bei Auktionen die gewünschte Software zu ersteigern. Ist natürlich auch mit einer gewissen Gefahr verbunden, aber ich habe mit Software bei Auktionen bislang gute Erfahrung gemacht.

    Ebenso sieht es mit Shareware aus, auch wenn diese jetzt nichts mit Raubkopien zutun hat. Wenn mir ein Programm zusagt, dann bezahle ich dafür. Als Beispiel nenne ich mal den "Powerarchiver 2001", der vom Leistungsumfang her WinZip ebenbürtig ist. Da war ich gerne bereit die 12 Dollar (ich glaube es ware 12 $) zu bezahlen, immer noch billiger als Winzip :)

    Ich geb zu, ich habe auch mal Raubkopien eingesetzt, mir war bei der Benutzung aber nicht immer sehr wohl in der Haut. Drum habe ich damals die ganze Software, die ich weiter benutzen wollte durch Originalversionen ersetzt.

    Heute mache ich nicht mehr jeden Versionssprung mit, benutze noch immer Office 97 statt Office 2000 oder Office XP.

    Ob nun jemand Raubkopien einsetzten muß oder will, das muß jeder mit sich selbst vereinbaren.

    Mist, ich muß aufhören, Mittagspause ist zuende ;-)

    Gruß
    Wuffi
    [Diese Nachricht wurde von Wuffi am 26.09.2001 | 12:28 geändert.]
     
  11. Alegria

    Alegria Kbyte

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    Ich halte es für in Ordnung, eine Trial-Version zu benutzen und nach Ablauf der Zeit wenn mir das Programm gefällt, seinen Zweck erfüllt und mir dient, auch einen Preis dafür zu bezahlen. Ich bin dazu bereit, für hochwertige Software einen angemessenen Preis zu zahlen. Damit die Flammen nicht gleich hoch schlagen, es gibt genügend überteuerte Software, die OEM-Praxis bietet da einen relativ fairen Ausweg, mit neuen Computersystemen auch wieder aktuellere Software zu bekommen oder Updates zu erwerben. Der Support ist heute bei fast allen bescheiden und teuer, wen wundert es? Wer nicht immer gleich das neueste haben muss kommt günstiger weg. Warum sollte ich beispielsweise auf Office XP updaten, wenn auf meinem Windows98 oder 2000 noch das "alte" 97er zum Texte und Tabellen erzeugen genügt? Oder warum sollte ich Ein Office 2000 updaten? Warum sollte ich auf XP von 2000 umsteigen, wenn mein jetziges System doch all das tut, was es soll.
    Der sportliche Ehrgeiz mancher Menschen, die Testversionen zu knacken oder über Warez an die gewünschte Software zu kommen, kann ja nur dazu führen, das die kommerzielle Software immer teurer wird und mit Zwangsregistrierungen belegt wird. Dann schreit auch wieder jeder. Anders sieht es da bei Linuxen und deren Applikationen aus. Das ist aber den meisten zu kompliziert oder sie trauen sich einfach nicht dran. Die Hype der letzten Jahre mit immer schnelleren Prozessoren, größeren Platten, und und und... hat letztendlich keine bessere Software zur Folge gehabt.
    Meiner Meinung nach ist es ganz und garnicht in Ordnung, Leistung und Technologie (z.B. Betriebssystemsoftware von MS) ohne Gegenleistung (Geld) zu nutzen. Ich kann mir ja auch keinen Ferrari kaufen und das Benzin dafür schwarz zapfen. Bleibe ich also beim Diesel, kommt mich das billiger. Und von A nach B komme ich damit auch. Die meisten "Power-User" optimieren Ihr System zu Tode und wundern sich dann über die Abstürze. Da sie sich nicht selbst für schuldig halten, muß dann eben jemand anderes herhalten, z.B. der Betriebssystemhersteller. Wenn ich nur an die ganzen XP-Postings der kommenden Zeit denke, bin ich nur froh, das meine Kisten unter NT, 98, W2K und Linux so stabil laufen, wie sie es bislang tun. Da ich berufsmäßig zwangsläufig viel mit XP arbeiten werden muß, ist es für mich trotzdem nicht interessant. Zuhause verwende ich W2K und 98 sowie Linux. Da habe ich auch keine Lust, zu bosseln bis alles wieder so läuft, wie es jetzt ist. Das kann ja auch niemand allen Ernstes wollen, wird aber so sein.
    Den Support der Warez sollen dann die Foren hier auffangen?
    Da sage ich entschieden "Nein"!
    Keine Kohle keine Party.

    Sascha
     
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