Wenn Online-Spiele zur Sucht werden

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von cheff, 11. Januar 2006.

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  1. cheff

    cheff Megabyte

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    Beiträge:
    1.297
    *Panikbutton such* Wetten in paar Tagen kommen die ersten POlitiker und plädieren für einen "Kick" aus dem nach ~2 Stunden und dann ist man für 4 Stunden oder so gesperrt. (Ähnlich wie glaub China oder Korea handhabt) ... Aber ich glaube, dass solche Rolenspiele, wo man Quests lösen muss nicht das einzige "Problem" sind, sofern man davon reden kann. Wer Browserspiele ala Ogame spielt weis, dass diese noch viel Zeitraubender sind. wenn man da mal nicht aufpasst kann es sein, dass einem die ganze Armee bzw. Verteidigung weggeputzt wird und dann waren Monate umsonnst.

    Und um gleich dem Aufschrei der Politik entgegen zu wirken: Jeder muss selbst wissen, wieviel Zeit er mit was verbringen möchte. Wenn man allen Leuten, die Verantwortung abnimmt, braucht man sich auch nicht zu wundern, dass manche kein Verantwortungsgefühl mehr haben. Dieser Satz sollte auch in Hinblick darauf gelten, dass die Politik ja "Killerspiele (herlicher Ausdruck :ironie: ) verbieten will.

    Achja: Und wenn manche Eltern ihre Kinder nicht mehr unter Kontrolle haben und direkt zur Familienhilfe rennen, sollte das nicht auf die Allgemeinheit übertragen werden. Zu meiner Zeit gab es halt mal zwei Wochen Konsolen, Computer oder wenn es ganz kras war auch mal TV-Verbot bis die Leistung wieder stimmte, bzw. auf dem normalen Nivaeu war. Heute meinen die Leute nur rumheulen zu müssen, Computer und Technik zu verteufeln und schon greift die Politik, die ja größtenteils aus ungeblideten Menschen (zumindest in diesem Bereich) besteht da ein. (Bei solchen "Rumheulern" bin ich der Ansicht, dass sie einfach nur zu bequem sind, sich mit ihren Kindern vernünftig auseinander zu setzen und wenn sie dann mal merken, dass da was nicht so richtig läuft, wollen sie nicht einsehen, dass sie in der Erziehung halt gewaltig was falsch gemacht haben.)
     
  2. Trantor

    Trantor Halbes Megabyte

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    Tja Cheffe..........Deinem letzten Absatz kann ich nur voll und ganz zustimmen.

    Aber wahrscheinlich bekommen die Eltern die heute noch sowas durchziehen vorgeworfen Ihr Kind zu traumatisieren ... ;)
     
  3. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    977
    Und erst bei der letzten Koalitionsklausur wurden 460 Millionen Euro für Kinderbetreuung locker gemacht.
    Damit haben Eltern noch mehr Möglichkeiten, sich der Erziehungspflicht zu entziehen ...

    Diese Widersprüche der Familienministerin sind schon merkwürdig:

    Da werden Millionen für lächerliche Kampagnen verschleudert, in denen Eltern aufgefordert werden sich mehr um deren Kinder zu kümmern.
    Einige Monate später wird dann eine halbe Milliarde Euro dafür auszugeben, daß Eltern noch mehr Verantwortung an andere abgeben können (Kinderbetreuung).
    :bahnhof:

    Die lächerliche Kampagne "Schau' hin" kostet uns einen zweistelligen Millionenbetrag. Die peinliche Kampagne "Du bist Deutschland" koste uns ebenfalls einen zweistelligen Betrag.
    Wie wäre es mal mit der Kampagne "Das ist unser Geld" !

    Aber wir haben ja volle Kassen ...
     
  4. yeTTiz

    yeTTiz Kbyte

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    Beiträge:
    189
    Ich bin Spieler,

    kein Profi, aber auch kein Anfänger bzw. bei einigen Spielen kenne ich mich nicht aus, weil sie mich nicht Interessieren,
    aber bei Ego-Shotern braucht es auch einiges an Zeit bis man gut ist.

    Das selbe ist im realen Leben, weshalb ist ein Profi ein Profi?
    Weil er etwas mehr Erfahrung und mehr Zeit mit etwas verbringt als andere und weil er damit Geld verdient, ohne Geld wäre er 'nur' Amateur, ohne Erfahrung wäre er nur Anfänger.
    Jeder Profi hat mal als Anfänger begonnen.

    Wenn der Beruf und die Familie leidet kann man von Sucht reden,
    aber ob jemand am Wochenend 7-8 Stunden zockt oder sich in der Kneipe zulaufen lässt ist für mich schon ein gewaltiger Unterschied.

    Jeden Abend 1-2 Bier, am Tag eine Kanne Kaffee oder 1-2 Tafeln Schokolade, eine Schachtel Zigaretten ist im Grunde bereits eine Sucht. Doch würde niemand hier von Sucht reden,
    wenn wie jetzt die Zahlen verdreifachen schon.

    Es kommt wohl in vielen Fällen auf den Einzelfall an.

    Wenn ich ein Problem zu lösen habe (PC von Bekannten, Etwas im Internet suchen, Software macht nicht das was sie soll),
    kann auch die Zeit mal stehen bleiben, bin ich dann Arbeitssüchtig? Nein dann bin ich einfach nur Computer süchtig.
    Wenn jemannd ein Buch nach dem anderem (ca. 1000 Seiten) von morgens bis abends liest und alles andere liegen lässt ist er nicht süchtig, wenn er dies am PC macht schon.

    so long yeTTi
     
  5. ColonelChris

    ColonelChris Kbyte

    Registriert seit:
    9. April 2001
    Beiträge:
    256
    Ich denke, den meisten Menschen mangelt es heute einfach an Zeitdisziplin. Warum ist das Internet denn so süchtig machend? Ja, weil man genau das zum Lesen findet, was man lesen will und nicht der redaktionell bearbeitete (=gefilterte) Inhalt der Zeitschriften. Und Lesen ist ja so gefährlich. Internet und Spiele haben bei mir vor allem die Auswirkung, dass ich weniger fernsehe. Denn die anderen Aktivitäten (Freundin, Job etc.) sind selten so flexibel, dass man sie verschieben kann.

    Womit der Artikel absolut Recht hat: Bei den MMOs ist es die menschliche Komponente, die den meisten Spaß und die größte Suchtwirkung hat. Dem menschlichen Drang, sich zu Interessengruppen zusammenzuschließen, kann man nämlich auch in solchen Spielewelten nicht entfliehen. Selbst Leute, die in der realen Welt eher Außenseiter sind, können in diesen Spielen wertvolle Mitglieder der Gemeinschaft sein und damit auch Dinge für's echte Leben lernen. Ausnahmen gibt's immer, aber bitte schließt dadurch nicht auf die Allgemeinheit der Spieler zurück.

    Und gegen die spielesüchtigen Kids gibt's auch eine Waffe: WoW bietet seit einiger Zeit ein Tool auf der Website an, mit der Eltern den Kindern die Spielzeit vorschreiben können. Geht doch. Fehlen leider nur noch Eltern, die sich mit den neuen Medien auseinandersetzen und sich für die Hobbies ihrer Kinder interessieren. Und da liegt für mich das eigentlich Problem.
     
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