Win2000 und SuSE7.3

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von Scott, 18. März 2002.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Scott

    Scott ROM

    Registriert seit:
    10. Oktober 2001
    Beiträge:
    4
    Hallo zusammen,
    ich muß mir einen Rechner mit Dual-Boot System zusammen basteln und weiß von Linux gerade mal wie man}s schreibt. Ergo ich brauche Hilfe.
    Insbersondere interessiert mich
    1. in welcher Reihenfolge man die Betreibssysteme installieren sollte,
    2. welchen Bootmanager man benutzen sollte,
    3. wie man die Festplatte für diesen Fall am besten partitioniert (z.B. mit Partition Magic, FDISC...)
    3a. was für ein Dateinsystem benutzt Linux eigentlich,
    und
    4. alles was ich jetzt hier noch nicht gefragt habe aber gut zu wissen ist, wenn man vor diesem "Problem" steht.

    Danke schon mal für Eure beiträge (so denn welche kommen...)

    Gruß.
     
  2. quereller

    quereller Kbyte

    Registriert seit:
    22. Juni 2001
    Beiträge:
    277
    Meine Empfehlung:
    Als Bootmanager GRUB (viel besser als LILO)
    Und als Dateisystem Ext3 (ev. Ext2 für boot/ root)

    Ps. Auch bei ext3fs wird nach einer gewissen zeit ein fsck fällig,
    die zeit kann man mit tune2fs einstellen.
     
  3. iCebird

    iCebird Kbyte

    Registriert seit:
    20. November 2001
    Beiträge:
    316
    Hi,

    ich hab da noch eine kleine Ergänzung zu 3a.

    Empfehlenswert ist es ein Journaling Filesystem wie Ext3 oder Reiserfs einzusetzen.
    SuSE bietet reiserfs von sich aus an (SuSE 7.3).
    Ext2 hat einen kleinen Haken, es führt bei jedem 20. Systemstart einen fsck (file system check) durch.
    Sollte es mal zu einem Absturz kommen bei dem man nicht um ein Reset herum kommt, so muß man die Langwierige Prozedur des fsck wieder auf sich nehmen.
    Je nach Plattengröße kann das dauern!

    Journaling Filesystems arbeiten etwas anders.
    Sie halten in einer Tabelle die auszuführenden Operationen fest.
    Wenn eine Datei verändert wird so schreiben Sie erst die neue Version und entfernen dann die alte.
    Da Linux grundsätzlich die auszuführenden Operationen cached und dann erst schreibt, also nie gleich die Daten speichert, kann es hier weniger schnell zu Dateninkonsitenz führen da im schlechtesten Fall die alte Version noch vorhanden ist.
    Auch beim Start nach einem Absturz dauert es nur ein Augenzwinkern bis die Daten aus dem Journal wiederhergestellt sind.

    In der aktuellen CT ist ein sehr guter Artikel darüber.

    Gruß Ralf
     
  4. Marsch

    Marsch Kbyte

    Registriert seit:
    7. Dezember 2000
    Beiträge:
    205
    1. Am besten zuerst Windows, dann hast du, wenn bei der Linuxinstallation etwas schief läuft, noch die Möglichkeit im Internet nach Informationen und Hilfe zu suchen.
    2. LiLo, der Standardbootmanager von Linux ist sehr gut. Bei mir funktioniert er jedenfalls perfekt.
    3. Ich würde mit fdisk für DOS zuerst die Windowspartitionen machen und bei der Linuxinstallation den Rest einteilen. Von zu Kram wie Partition Magic würde ich lieber die Finger lassen.
    3a. Linux kannst du auf eine Vielzahl von Dateisystemen installieren. Es gibt z.B. ext2, ext3, reiserfs, xfs, jfs usw. Dein Distributor wird dir aber nur einen Teil dieser Dateisysteme anbieten. SuSE z.B. bietet glaub ich ext2 und reiserfs an. Persönlich bevorzuge ich reiserfs, aber eigentlich sollte die Wahl des Dateisystems für einen Anfänger nicht so wichtig sein. Darum kümmert sich im Allgemeinen die Installationsroutine der Distribution.
    4. Lass dir Zeit dich in Linux zurechtzufinden, man kann es nicht in einer Woche oder einem Monat verstehen. Du musst auch nicht so schnell umsteigen, dafür hast du ja ein Dualbootsystem. Versuche so viele Aktivitäten wie möglich unter Linux zu machen (surfen,E-Mails,Quake spielen =)) und gib nicht gleich auf, wenn etwas nicht richtig funktioniert. Linux ist sehr verschieden von Windows, auch wenn dir Programme wie KDE dir das Gegenteil vormachen wollen, denn KDE ist nur Beiwerk und du kannst dich nicht immer darauf verlassen und hab deshalb keine Angst vor der Kommandozeile, denn ganz ohne sie geht es nicht. Ganz wichtig: kauf dir ein Buch (nicht so eins über eine Distribution oder KDE (das kann eh jeder), sondern eines, dass sich mehr mit Linux allgemein und der Kommandozeile (die einfach unverzichtbar ist) beschäftigt), wie z.B. Linux - Das große Buch von Data Becker.
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen