Windows plus Linux 01/2005

Dieses Thema im Forum "Heft: Fragen zur aktuellen PC-WELT" wurde erstellt von franzkat, 4. Dezember 2004.

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  1. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    In seinem Artikel über die Parallelinstallation von Windows und Linux auf Seite 132f. geht Thorsten Eggeling auch auf die Frage ein, wo denn bei einer Linux-Parallel-Installation der Linux-Bootmanager untergebracht werden kann. Neben MBR und Bootdiskette beschreibt er auch die interessante und an sich attraktive Möglichkeit, den Linux-Loader in die Bootsektion der Linux-Bootpartition zu schreiben.Thorsten Eggeling beschreibt hier die Vorhehensweise so (S.134):

    "Wenn Sie Linux über den Bootmanager von Windows XP oder 2000 starten wollen,dann installieren Sie den Linux-Bootmanager Lilo nicht wie üblich in den Master Boot Record, sondern in den Bootsektor der Linux-Partition. Gehen Sie dabei genauso vor wie für die Diskette beschrieben, wählen sie aber diesmal die Option "Bootsektor der Boot-Partition".

    Unter Linux geben sie danach mit der Befehlszeile

    dd if=/dev/hda<xx> bs=512 of=/tmp/bootsek.lin count=1

    [ein]........."


    Hier fragt man sich, welches Linux denn gemeint sein soll, welches den Disk-Dump-Befehl ausführen soll. Das auf der Festplatte installierte Linux steht ja eben noch gar nicht zur Verfügung, wenn man den Linux-Loader in die Bootpartition geschrieben hat. An dieser Stelle der Beschreibung würde der Neuling gnadenlos scheitern, weil er nämlich für den Disk-Dump-Befehl z.B. Knoppix oder Tomsrtbt oder etwas Ähnliches benötigt.
     
  2. piggy

    piggy Freigeist

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    Danke für die Kritik ;)
    Nun, gemeint war: zuerst auf Diskette installieren, das System starten und dann dd.
    War vielleicht aber nicht deutlich genug.
     
  3. UKW

    UKW Megabyte

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    Hallo,

    der Artikel bzw. das PC-Welt Heft liegt mir nicht vor, aber offensichtlich soll er eine Lösung zeigen die die Windows- Installation unberührt lässt und Linux über den Windows Bootmanager startet.

    Nun gibt es bestimmt zahlreiche "Neulinge" die überhaupt kein Diskettenlaufwerk mehr in ihrem Rechner eingebaut haben.

    Für den Personenkreis würde ich wie folgt vorgehen:

    1.) Unter Windows oder mit entsprechender "Hilfssoftware" (Partition Magic oder Partition Expert) eine kleine FAT32 Partition zum Datenaustausch anlegen.

    2.)Linux installieren und dabei den Linux-Loader in die Bootsektion der Linux-Bootpartition schreiben.

    3.) Mit der "Hilfssoftware" zum Beispiel Partition Magic die Linux-Partition auf "aktiv" setzen.

    4.) Linux booten

    5.) Den Disk-Dump-Befehl wie beschrieben zur Anwendung bringen und den Bootsektor von Linux in eine "Abbilddatei" schreiben (bootsek.lin .. 512 Byte), diese Datei auf die FAT32 Partition kopieren.

    6.) Mit Partition Magic die Windows-Partition wieder auf "aktiv" setzen, Window starten.

    7.)Die Abbilddatei "bootsek.lin" auf die NTFS-Partition kopieren (c:\).

    8.)Eintrag in die "boot.ini" von Windows.. Beispiel:
    C:\bootsek.lin="SuSe Linux Professional"

    nach einem Reboot sollte Linux zur Auswahl stehen und sich über den Windows Bootmanager starten lassen. Der hat die geniale Eigenschaft dass er ein Betriebssystem auch über eine Abbildatei booten kann.

    Verbesserungsvorschläge sind willkommen :) .

    UKW
     
  4. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    @UKW

    Diese Vorgehensweise funktioniert aber nur, wenn ich Linux auf einer primären Partition installiere (siehe Schritt 3). Damit würde ich mir die an sich attraktive Möglichkeit vergeben, Linux auch auf einer logischen Partition installieren zu können.

    @piggy

    Auch wenn ich zunächst mal das System von Diskette boote, würde das Ganze so nicht ohne weiteres funktionieren, denn dann müßte ich nach dem normalen Systemstart den Bootloader in die Linux-Partition verfrachten und hätte den Installationsdialog für die Platzierung des Bootsektors nicht zur Verfügung.
    Es wäre insgesamt viel einfacher, den Bootsektor aus der Diskette zu nehmen (ein Diskettenlaufwerk mal vorausgesetzt):

    1) Linux installieren

    2) Bootloader auf Diskette installieren

    3) Linux mit dieser Diskette starten

    4) In einer Konsole eingeben:

    dd if=/dev/fd0 of=/root/bootsek.lin bs=512 count=1

    5) eine leere Diskette einlegen (FAT formatiert), mounten mit: mount /dev/fd0 /mnt und die Datei /root/bootsek.lin darauf kopieren :

    cp /root/bootsek.lin /mnt

    Wenn die XP Partition Fat32 formatiert ist, kann man die Datei auch gleich dorthin kopieren

    6) Linux beenden und Windows XP starten

    7) Die Datei von der Diskette auf C:\ kopieren

    8) In der Datei "boot.ini" die Zeile

    c:\bootsek.lin="Linux"

    hinzufügen.
     
  5. -Nix-

    -Nix- ROM

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    5
    Was ist so besonders attraktiv daran, daß Linux auch auf einem logischem Laufwerk installiert werden kann? Die meisten Linuxe können ja auch mit mehr primären Partitionen umgehen als Windows, nämlich soweit ich weiß mit vier statt einer primären Partition.

    mfG, Jens
     
  6. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    9.246
    Die Anzahl der primären Partitionen unterscheidet sich zwischen Linux und Windows überhaupt nicht. Für beide OS gilt : Es gibt 4 primäre Partitionen. Wenn man eine erweiterte Partition mit logischen Laufwerken hat, dann bleiben nur noch drei primäre Partitionen übrig.
     
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