Windows XP Home mit SP2: Erster Eindruck

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von SirAlec, 26. August 2004.

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  1. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    Habe schon seit tagen das SP2 auf drei Rechnern im Test und selbst mit den von MS angeführten Problemen mit einigen Programmen habe ich nichts bemerkt, läuft alles Problemlos.
    Was allerdings extrem nervt ist das Sicherheitscenter bei nicht erkannten Programmen. Viruskiller Antivir wird nun erkannt, aber nicht die Zonealarm Firewall.
    Das paradoxe dabei ist, dass MS ausdrücklich darauf hinweist das die eingebaute Firewall nur ein basicschutz ist und das jede konfigurierbare Softwarefirewall diese Arbeit besser erledigt und wenn man eine andere als die eingebaute benutzt solle man unbedingt die Win-Firewall ausschalten. Leider hat das den effekt, das man den halben Tag damit beschäftigt ist diese nervigen Popups wegzuklicken die einen freundlich darauf hinweisen, das die interne Firewall deaktiviert ist.
    Die automatischen Updates sind Geschmackssache, nerven aber auch mit den Sicherheitscenterpopups alle 5 Minuten.
    Für mich habe ich daher das komplette Sicherheitscenter abgeschaltet und den dazugehörigen Dienst deaktiviert und nun ist Ruhe in der Taskleiste. Dies ist allerdings nur zu empfehlen wenn sich seines Schutzes auch sicher ist, bei mir ist noch ein Router und eine Hardwarefirewall dazwischen.
    Auf dem Rechner vom Kind habe ich trotz Antivir und Zonealarm alles eingeschaltet gelassen und es läuft auch bisher problemlos.
    Zu Empfehlen ist allerdings uneingeschränkt das SP2 in dei Installationscd zu integrieren, sind nach der Installation erheblich weniger MBs auf der Platte, als wenn man's hinterher draufspielt.
     
  2. Lactrik

    Lactrik Guest

    Wo steht das? (Quelle?)

    Mein Infostand ist ein anderer: Die Windows Firewall ist die einzige Firewall, deren Schutz bereits beim Boot- und Anmeldevorgang besteht, das können andere Firewalls nicht bieten, da diese ja erst nach dem Anmelden gestartet werden. Somit wäre man in einem Netzwerk im ersten Moment schutzlos.

    Desweiteren arbeitet die Windows Firewall nach dem gleichen Prinzip wie alle anderen Personal Firewalls... warum sollte sie schlechter sein?

    Deshalb fragte ich nach der Quelle, vielleicht wirds mir dann klarer :)
     
  3. dreamer741

    dreamer741 ROM

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    Dankenswerterweise kann man den Sicherheitsdienst abschalten. Trotz x-mal richtiger Einstellung scheint der Dienst gerne mal seine Konfiguration zu vergessen und meldet sich mit diesem charmanten popup im systray.
    Warum ein PC beim Bootvorgang gegenüber dem eigenen Netzwerk abgeschottet sein sollte, verstehe ich nicht, idealerweise ist doch ein Netzwerk durch eine Router/Firewalllösung schon hinreichend geschützt, oder ist das ein Denkfehler von mir?
     
  4. schenke

    schenke Byte

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    zeig mir den heimanwender der weiss was eine "Router/Firewalllösung" ist. ;)
     
  5. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    @-Lactrik, die Quelle ist XP-Professional mit Sp1 und dann aufgsetztem SP2. nach dem ersten neustart hab ich mir alles was da so angeflogen kam mal durchgelesen und bei der Firewall-Funktionsbeschreibung stand dann Benenntes.
    Bei Installation auf XP-Home oder Neuinstallation von XP-Home mit integriertem SP2 bekam ich diesen Text auch nicht, warscheinlich nur für XP-Prof ???

    @-Schenke, ich denke bei mir Zu Hause wissen das wenigstens zwei komplett miteinander vernetzte Haushalte und ein dritter, der zwar nicht vernetzt aber geschützt. Und jeder der sich von den grosssen Telekomunikations bestücken lässt und im Paket einen Router hat weiss vielleicht nicht den korrekten Fachbegriff dafür, aber der Firewall funzt ja zum Glück auch ohne das Wissen um sie ;-)

    Ansonsten wird es für jeden Feature in jedem BS ein für und wieder geben. Zwar finde ich es gut, das MS so einen Aufwand betreibt XP sicher zu machen, aber eigentlich ist es ja traurig das die Dummheit und Ignoranz der PC-Benutzer MS dazu gezwungen hat so drastische maßnahmen zu Ergreifen.
     
  6. Xaver Humboldt

    Xaver Humboldt Byte

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    38
    @Lactrik

    Die Personal Firewalls, die etwas professioneller funktionieren als die übliche Massenware Norton oder McAfee Firewall, bieten auch bereits Schutz beim Boot z.B. bei Sygate wird (nach entsprechender Konfiguration) der Netzwerkverkehr erst freigegen, wenn die Firewall vollständig geladen wurde. Ausserdem wird der Netzzugang auf sofort gesperrt, wenn die Firewall z.B. versehentlich beendet oder durch einen Virus abgeschossen wird.

    Die Windows-Firewall ist sehr simpel gestrickt und bietet wirklich nur Basisfunktionalität. Zugriffe von aussen werden einigermassen zuverlässig geblockt. Schlüpft aber ein Schädling über andere Wege (z.B. eMail) auf den PC kann er, wenn er System-Dateien infiziert (z.B. in iexplorer.exe) unbehelligt ins Internet senden. Der Windows-Firewall fehlt eine simple Checksummenprüfung. Zudem könnte durch die neue Firewall-Schnittstelle in Windows jetzt jeder Virus der Windows-Firewall seine eigene Regel einimpfen. Es gibt hier keine Abfrage, keine Überprüfung, kein Dialogfeld, das eine autonatische Regelerstellung anzeigen würde. Das einzige, was die Verbreitung des Virus dann noch etwas bremsen kann, ist die Beschränkung der tcpip.sys auf 10 Verbindungen. Viele Nutzer werden die aber sicher schon abgedreht haben.

    Das SP2 bietet durch die vielen Korrekturen und Verbesserungen definitiv mehr Sicherheit, dennoch ändert das wenig an den grundsätzlichen Windows-Schwächen. Es ist ja bereits wieder trotz SP2 eine Lücke im IE aufgetaucht (IE: Kritische Lücke durch Drag-and-Drop). Auch in Zukunft wird es Lücken und (früher oder später) Patches geben.

    Fazit:
    Ein Personal Firewall ist immer nur so sicher, wie das System auf dem er läuft. Besser sind vom OS unabhängige Hardware-Firewalls. Absolute Sicherheit wird es aber trotz Service Packs usw. nie geben.
     
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