WindowsXP Install nach Linux

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von morepower001, 19. März 2005.

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  1. morepower001

    morepower001 Kbyte

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    Hallo Leute!

    Hab 2 Festplatten in meinem rechner (4 GB und 3 GB).
    Auf der 4 GB platte hab ich schon mandrake 10.1 installiert und möchte jetzt auf die 3 GB platte WindowsXP installieren.

    Auf der 4 GB platte:
    2 partitionen mit ext3 und eine swap partition

    Auf der 3 GB platte:
    alles fat32

    wenn ich jetzt windows xp installieren will und ich die 3 gb platte auswähle, sagt er mir, dass er den master boot record (mbr), also die platte von die er bootet, auf die 4 gb platte setzen muss.
    winxp installation sagt, ich müsse partition neu formatieren.
    will aber linux trotzdem weiter nutzen (und keine daten verlieren).

    Wie muss ich vorgehen?

    Danke für jede Antwort.

    lg Chris
     
  2. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Du mußt auf der 4GB-Platte eine primäre Mini-FAT32 anlegen und dementsprechend eine der EXT3-Partitionen minimal verkleinern (50 MB reichen). Auf diese Mini-Primär-Partition können dann die XP-Bootdateien installiert werden: Der große XP-Rest kann dann auf die zweite Platte mit 3GB. Bei der XP-Installation wird zunächst dein Linux-Bootmanager im MBR überschrieben. Wenn du dann aber nocheinmal per CD in dein Linux bootest, kannst du Lilo/Grub noch einmal ausführen; dann wird auch das XP-System mit in den Bootmanager eingebunden.
     
  3. morepower001

    morepower001 Kbyte

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    Danke für deine Antwort!

    Hab jetzt windows xp installiert und lilo mittels der rescue funktion bootloader re-installieren, wieder installiert.

    Linux kann ich wieder booten, nur wenn ich bei lilo Windows auswähle kommt nur ein blinkender Unterstrich und nichts tut sich.

    Meine /etc/lilo.conf sieht folgendermaßen aus:

    # File generated by DrakX/drakboot
    # WARNING: do not forget to run lilo after modifying this file

    default="linux"
    boot=/dev/hda
    map=/boot/map
    keytable=/boot/de-latin1-nodeadkeys.klt
    prompt
    nowarn
    timeout=30
    message=/boot/message
    menu-scheme=wb:bw:wb:bw
    image=/boot/vmlinuz
    label="linux"
    root=/dev/hda1
    initrd=/boot/initrd.img
    append="acpi=ht resume=/dev/hda5"
    read-only
    image=/boot/vmlinuz-2.4.27-0.pre2.1mdk
    label="2427-0pre21"
    root=/dev/hda1
    initrd=/boot/initrd-2.4.27-0.pre2.1mdk.img
    append="devfs=nomount acpi=ht resume=/dev/hda5"
    read-only
    image=/boot/vmlinuz
    label="failsafe"
    root=/dev/hda1
    initrd=/boot/initrd.img
    append="failsafe acpi=ht resume=/dev/hda5"
    read-only
    other=/dev/hdb1
    label="windows"
    table=/dev/hdb
    map-drive=0x80
    to=0x81
    map-drive=0x81
    to=0x80
     
  4. tux88

    tux88 Byte

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    War die save von linux/boot loader vor oder nach der install von windows? Also wenste mich fragst install windows nochmal neu ohne linux zu löschen!!!! hdc (also die linux partitionen müssen alle in linux ormat sein) aus und fang das installieren an windows sagt zwar was vom formatieren tutaber hdb 8also die zweite) formatieren wennste das getan hast tuste einfachlinux neu installieren und alles funzt einwandfrei.Weil soweit ich weiß zerstört windof den boot loader von linux.

    Ich hoffe das dirdas hilft

    gruß tux88
     
  5. Taesi

    Taesi Kbyte

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    Hast Du die Mini-Partition angelegt, wie in #2 beschrieben?
    Dann sollte in Deiner 'lilo.conf' allerdings auch im Windows-Abschnitt etwas mit 'hda' stehen, da ja quasi von dort der Startvorgang an die 2. Platte übergeben wird!
    MfG Taesi

    PS: Manchmal erstaunlich, was automatisch ablaufende Scripte so alles anstellen ...
     
  6. morepower001

    morepower001 Kbyte

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    danke für eure antworten

    @tux88
    1. wenn nur darum geht den lilo bootloader wiederherzubekommen müsste man überhaupt nur mit dem befehl "rescue" von der Disc1 booten und den bootloader wiederherstellen.
    2. echt keinen bock, die 2 systeme nochmals zu installieren und festplatten zu formatieren - trotzdem danke

    @Taesi
    die mini partition hab ich ausprobiert, die windows installation hat ja auch gut geklappt.
    in der lilo.conf hab ich alle möglichen partitionen ausprobiert - ohne erfolg

    hab das problen jetzt so gelöst, dass ich mir eine diskette mit den dateien: NTLDR, NTDETECT.COM und boot.ini
    gemacht.
    in der boot.ini hab ich die windows partition angegeben.
    wenn ich die diskette einlege, startet windows automatisch.

    Nochmals danke für eure Hilfe!

    lg Chris
     
  7. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    Die /etc/lilo.conf kannst du so stehen lassen, wenn du folgendes tust, was meiner Meinung nach auch das einfachste ist:

    1. Platte /dev/hda erst mal totlegen

    2. /dev/hdb als Master stöpseln

    3. Windows installieren

    4. alte Plattenreihenfolge wieder herstellen

    5. Linux starten - wenn es nicht geht über das Suse-Rettungssystem das Linux auf HD starten

    6. lilo als root aufrufen - es sollte keine Fehlermeldung erscheinen

    Danach kannst du dann ganz entspannt je nach belieben Linux oder XP starten.

    Mit diesem Vorgehen erspartst du dir den zweifelhaften Luxus einer "Extraminipartition" für XP auf der 1. HDD
     
  8. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    @gnagfloh



    Windows-Systeme sind im Prinzip so angelegt, dass sie nur von der primären Partition der Platte booten, die als Primary Master gejumpert ist. Das hieße, dass es an sich nicht möglich ist, von einer Partition der zweiten Festplatte zu booten. Es gibt aber Ausnahmen von dieser Regel : Neuere BIOSse bieten zum Teil an, dem Windows-OS die zweite Platte als die erste vorzugaukeln, so dass man in diesem Fall auch von einer primären Partition der zweiten Platte booten könnte. Ob das bei dir funktioniert, hängt also von den diesbezüglichen Möglichkeiten des BIOS ab und findet sich sicherlich in den Instruktionen zu deinem Motherboard.

    siehe auch hier :

    http://www.tecchannel.de/software/485/0.html
     
  9. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    So weit ist erst mal alles richtig.

    Aber hier beginnt dein Irrtum Franzkat.

    Lilo ist in der Lage die Laufwerke umzumappen, auch wenn das BIOS nicht von einer 2. Platte Windows booten kann. Lilo kann das ganz unkompliziert, ohne das Windoof diese Mogelei bemerkt und morepower001 hat dazu die richtigen Befehle in seiner /etc/lilo.conf drinstehen. :D

    Das kannst du auch mit "man lilo.conf" nachlesen. :rolleyes:
     
  10. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Glaub ich dir schon. Also Lilo hat eine sog. Drive Mapping-Funktion.
    Dann sollte er in der Tat mal deine Variante ausprobieren. Dann müßt er auch ohne Mini-Partition zum Ziel kommen.
     
  11. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    @ Franzkat

    Ja, das ist der einfachste Weg. Ich habe auch so was laufen und schon mehrfach auch bei anderen installiert. Ich hätte das hier nicht vorgeschlagen, wenn ich mich nicht selbst von der problemlosen Funktion überzeugt hätte.
    Man spart sich die Fummelei mit dem Umstellen im BIOS und bemerkt nicht einmal, daß Windows von der 2. Platte gebootet wird ....
     
  12. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    @ GrafKoks
    Irrtum Nr. 1:
    Mit Linux ist sehr viel möglich, aber die eierlegende Wollmilchsau ist es nicht, denn sons gäbe es keine anderen OS. Kennst du OS/2 oder QNX? Oder hast du schon mal Net-, Free- oder OpenBSD installiert - übrigens OS die aus dem BSD-Unix hervorgegangen sind. Die können übrigens Ähnliches.

    Irrtum Nr. 2:
    Der Anwender entscheidet, von wo gebootet wird und stellt dies im BIOS ein. Es könnte ja auch eine Diskette sein. Aber man kann eben aus gewissen traditionellen und Kompatibilitätsgründen nicht alles einstellen, was man gern möchte :)
    Das BIOS liest dann den eingestellten Bootsektor ein (oder auch nicht, wenn der User Mist eingestellt hat) und führt aus, was in den ersten 446 Bytes (ja, mehr nicht!) steht. Da man damit nicht viel anfangen kann, wird mit diesem Miniprogramm auf den/die nächsten einzulesenden Sektoren der Festplatte/Floppy/CDROM verwiesen - dem eigentlichen Bootprogramm des gewünschten OS. Lilo ließt in diesem Fall seinen eigenen produzierten Boot-Code (womit er ja deinen Standard aus dem nächsten Zitat erfüllt) ein und läßt je nach Konfiguration verschiedene Auswahlmöglichkeiten zu und veranlaßt dann den Rest.
    So einfach ist das. Das BIOS hat hier schon längst nichts mehr zu sagen - übrigens auch bei allen Windowsversionen der NT-Schiene. :D
    Irrtum Nr. 3:
    Linux läßt den MBR sehr wohl wie er ist!
    Wie ist er denn eigentlich? Hast du schon mal darüber nachgedacht? Du kannst es mir bei Gelegenheit mal mitteilen, wenn dir was einfällt. Ich weiß nur, daß da bei einer jungfräulichen HDD 00 00 00 00 00 ....
    na ja, du weißt schon, drin steht :p
    Ich entscheide was da reinkommt :D. Und wenn ich Lilo anweise einen Verweis auf sich selbst reinzumeißeln, dann war das doch nicht Linux - oder irre ich mich da?
    Wie sollte ich auch sonst ein OS auf dem Rechner starten können, wenn da nichts drin steht :confused:
    Übrigens ist das bei allen BSDs, OS/2 und auch kommerziellen Unixen so.

    Wäre also noch zu klären, wer den MBR mißbraucht. Niemand sage ich! Wie willst du ein OS starten mit einem MBR der nur 00 00 00 00 ... enthält? Mit fdisk von DOS oder Windows schreibst du dort auf die letzten Bytes auch nur die Partitiontabelle rein. Du könntest damit rein gar nichts starten! :aua:

    Es gibt nur gewisse OS die ohne Rückfrage und ohne Rücksicht auf Verluste :bse: gnadenlos den Verweis auf die eigene Bootsequenz dort reinhämmern und damit alles andere plattmachen. Hast du schon mal 2 verschiedene Windows mit den windowseigenen Bordmitteln völlig unabhängig voneinander installiert? Es geht nicht!
    Du mußt extra einen Bootmanager verwenden - den von der NT-Schiene kannst du da vergessen, denn er kommt nicht mit der Unabhängigkeit zurecht. Und Lilo ist nichts anderes als ein Bootmanager - ein sehr guter sogar.

    :cool: Dies ist ein Forum für Linux-User. Wer hier Rat sucht, bekommt auch welchen, wenn jemand die Lösung kennt. Ich war zwar noch nicht in der Antarktis, aber ich habe mir sagen lassen, daß Pinguine gesellig und hilfsbereit sind :) Wenn damit etwas geht, was deiner Meinung nach nicht gehen dürfte, mußt du nicht unbedingt versuchen das beweisen zu wollen. Vor allem nicht dann, wenn du selbst nich bescheid weißt.
    Ich hoffe nur, daß dein Name nicht Motto ist?

    Nun noch ein Tip für "Windows-Power-User":

    Wenn du dich dazu durchringen kannst so ca. 300 MB für Linux zu opfern, kannst du dann 7 (jawohl 7 - erst mal nachdenken ehe du wieder Halbgerorenes schreibst) Windowsversionen auf 2 Platten am IDE-Kanal 0 völlig unabhängig voneinander installieren, ohne daß diese sich gegenseitig sehen können und kennen. Und du kannst diese alle problemlos von Lilo aus starten, ohne nach der Installation im BIOS eingreifen zu müssen. :jump:

    Dein einziges Problem dabei: Du brauchst ziemlich viele Lizenzen für etliche Teuro.
     
  13. franzkat

    franzkat CD-R 80

    Registriert seit:
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    Nochmal zwei Anmerkungen : Es werden von den 512 Byte im MBR keineswegs die 446 für den Code verwendet, die nach Abzug der Partitionstabelle und der beiden Kennungs-Byte übrigblieben.Tatsächlich benötigt der reine Master-Boot-Routine-Code im MBR z.B. bei Win 98 nur 139 Byte Assembler-Code (es differiert von OS zu OS ein wenig), 80 Byte sind für Fehlermeldungstext reserviert; d.h. 227 Byte bleiben frei; hier können sich dann z.B. Boot-Manager einnisten.

    @gnagfloh

    Das ist sicherlich möglich. Nur wenn es mir um die Vielfältigkeit von Bootoptionen bei Windows-Installationen geht, dann wäre hier doch die ökonomischere Lösung einen externen Bootmanager zu nehmen, der ebenfalls den MBR so manipulieren kann, dass die Begrenzungen bezüglich der Anzahl der primären Partitionen und der Bootfähigkeit von Festplatten aufgehoben wird; z.B. : http://www.boot-us.de/functions.htm
     
  14. Taesi

    Taesi Kbyte

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    Du willst aber nicht behaupten, das Windows in der Hinsicht besser ist, oder? Bei Linux kannst Du nämlich auch bestimmen, das dessen Bootmanager in der root-Partition, oder auf einer beliebigen anderen landet, und genau dann bleibt der MBR unangetastet, das mach' mal mit Windows.


    Im Prinzip richtig, muss aber nicht sein, ich starte z.B. LILO von Festplatte, habe dort aber durchaus die Optionen noch von Floppy oder CD zu booten, andere Bootmanager bieten Ähnliches, mit GRUB geht derlei definitiv auch.


    Übrigens, falls man sich zu GRUB durchringt, geht das mit den vielen installierten Windowsversionen auch ganz ohne Linux, lediglich eine Nicht-NTFS-Partition (am besten FAT32) ist von Nöten.

    MfG Taesi

    EDIT: Sorry, die letzten 3 Beiträge hab' ich beim ersten Laden glatt übersehen!
     
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