Wolski's Unwissen - falsch zitiert, S.286

Dieses Thema im Forum "Heft: Fragen zur aktuellen PC-WELT" wurde erstellt von sonntag18, 18. Dezember 2005.

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  1. sonntag18

    sonntag18 ROM

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    Der Gates-Spruch "640 KB Hauptspeicher sei genug" - den Gates nach ca. 15 J. verständlicherweise bestreitet, um eine Blamage abzuwenden, ist schon authentisch.
    Entgegen der Wolski-Aussagen, hatte DOS (wie auch das damalige CPM) von Haus aus eine technische 640K-Beschränkung bei der Hauptspeicheradressierung.

    Unwahr ist auch die Wolski-Aussage "Die Grenze kam mit dem IBM-PC, der insgesamt 1 MB Speicher besaß, von denen 384 KB aber nicht für das Betriebssystem zur Verfügung standen."

    Wahr ist, dass die IBM-PC's 64 KB (!!) Speicher besaßen (und nur ein Diskettenlaufwerk mit 180 KB (!!) mit DOS 1.1.

    Das weiß ich als einer, der seinerzeit zu den ersten IBM-PC-Käufer gehörte.

    Insofern überträgt sich die Gates-Blamage (wobei sich IBM-CEO's szt. auch extrem blamierten) nunmehr auf David Wolski. Also: bitte recherchieren -- nicht nur MS-Presseaussendung abschreiben.
    lg Stefan
     
  2. dwave

    dwave PC-WELT Redaktion

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    Hier geht es nicht um Ihre angestaubte Hardware, von der ich zuegegenermaßen ganz wenig wissen will. Insofern stimmt der Titel des Postings.
    Der IBM-PC konnte maximal 1 MB Speicher konventionellen Speicher adressieren. Davon reservierte 384 KB in einen Bereich zu legen, der nicht für Benutzerprogramme zur Verfügung steht, ist die Entscheidung von IBM-Entwicklern gewesen, nicht von Bill Gates.
    Bei weiterem Informationsbedarf können Sie hier weiter recherchieren:
    http://tafkac.org/celebrities/bill.gates/gates_memory.html
    http://www.wired.com/news/print/0,1294,1484,00.html
    http://www.usnews.com/usnews/biztech/gatesivu.htm

    Mir freundlichen Grüßen, dw
     
  3. sonntag18

    sonntag18 ROM

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    Hallo,
    inzwischen dürfte ich mit den Laptops 12-13 PC's gekauft haben und bin somit einer der Zeitzeugen, die als Kunden das Ganze mitgemacht haben. Ihre Quellen sind nicht authentisch. Sie stammen aus der Internet-Zeit, zumeist >2001, wobei sich sich DOS - und seine Konkurrenzprodukte wesentlich früher abgespielt haben.

    Insofern bin ich nicht - wie sie - auf Sekundär-Literatur angewiesen. Und Infos, die auf Aussagen der damaligen IBM-Manager beruhen, fehlen in Ihren links komplett. Sie stützen sich bloß auf Gates-Infos und nirgends auf die damaligen IBM-Manager (obwohl Sie dies in alten PC-Welt-Aussagen finden).

    Als die Hauptspeicher 640K erreichten, war DOS am Ende, sodass Hauptspeicher mit 1MB oder 2 MB mit allen möglichen Tricks & Tools addressiert werden mußte, wobei der Bereich >640 K und <1 MB dem DOS nicht zur Verfügung stand. DOS war auch nie solo: es gab als erstes CPM. Die Hardwareseite (Intel) lieferte 1 MB bis 4 MB Hauptspeicher und Gates konnte *jahrelang* damit nicht umgehen. (jahrelanges Mißmanagement von MS).

    Aus diesem Grunde kam es seitens IBM zur Eigen-Entwicklung von OS/2, das mit Windows 3.0 -- was ein totaler Flop war -- konkurrenziert werden sollte; erst Windows 3.1 war ein bißchen brauchbar aber gegenüber OS/2 ein Spielzeug. Noch heute läuft bei Geldautomaten/Bankomaten OS/2 und nicht Windows.

    Gates hat - belegt auch durch alte pcwelt-Ausgaben - über Jahre die hardware-Entwicklung verschlafen. Aber wenn andere Journalisten so recherchieren wie Sie, wird Gates in 10 Jahren wohl als Erfinder des Internets präsentiert werden.

    mfg Stefan
     
  4. dwave

    dwave PC-WELT Redaktion

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    274
    Widerlegen Sie bitte die Quelle, wenn Sie diese nicht für authentisch halten und die Recherche für schlecht. Es soll hier wirklich nicht um einen Glaubenskrieg gehen, sondern um die Tatsache, dass die Fehlentscheidung damals bei IBM lag und das passende Zitat dazu fälschlicherweise BIll Gates in den Mund gelegt wurde.
     
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