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Zu wenig beachtet: Mainboard-Kondensatoren

Dieses Thema im Forum "CPU, BIOS & Motherboards, RAM" wurde erstellt von sinus, 22. November 2005.

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  1. sinus

    sinus Megabyte

    Registriert seit:
    24. August 2002
    Beiträge:
    1.447
    Das Forum quillt fast über mit Meldungen über schwache Netzteile und Temperaturprobleme. Oft haben sporadische Fehler aber ganz andere Ursachen. Eine davon sind sterbende Kondensatoren auf dem Mainboard.

    Auch ich blieb nicht vor solchen Auswirkungen gefeit. Der Austausch der Grafikkarte gegen ein von meinem Gamer-Sohn "geerbtes" Modell (Nvidia FX5900), das ihm nicht mehr gut genug war, war der letzte Strohhalm, der meinem (PC-) Esel das Rückgrat brach (Israelisches Sprichwort). Nach dem Einsatz heftige Abstürze, verbunden mit der sehr viel anspruchsvolleren Grafikkarte.
    Der Rücktausch zur guten alten Nvidia Gforce2 brachte zwar sofortige Linderung, aber die gründliche Überprüfung des PC war sofort angeraten.
    Dabei stellte sich heraus, dass die Glättungskondensatoren auf dem Mainboard reihenweise ihren Geist aufgeben. Das ist trotz der Laufzeit seit dem 15.11.2001 nicht zu akzeptieren. Auch die ausgefeilte Kühltechnik in meinem PC konnte das Desaster nicht verhindern. Die Ursache liegt ganz woanders: Kondensatoren mit einem minderwertigen Elektrolyt.
    Ich habe mich an den Hersteller gewandt, mit dem Erfolg, dass mein Mainboard kostenlos instand gesetzt wird. So weit so gut.
    Unnötige Arbeit möchte ich mir sparen, daher ist hier der passende Link zum Gigabyte-Forum.

    http://62.109.81.232/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=18&show=62

    Für die Teilnehmer dieses Forums sollten jedoch einige Einzelheiten erläutert werden. Besagten Kondensatoren wird viel zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl diese ganz wesentlich zur Stabilität des PC beitragen. Um die CPU herum und im Bereich der Spannungsregulatoren auf dem Mainboard sind ganze Wälder dieser passiven Bauelemente positioniert, die eine Herkulesaufgabe bewältigen. Riesige Ströme bis zu 70 A fließen über diese vergleichsweise kleinen Bauteile. Die Konsequenz ist eine enorme Belastung, die zur Erwärmung und zum Entweichen der darin enthaltenen Elektrolyt-Flüssigkeit führt.
    Wenn dazu kommt, dass besagte Flüssigkeit ein technisch minderwertiges Plagiat eines bekannten Zulieferer-Herstellers ist, wird die Stabilität gleich um Jahre reduziert.

    Was soll uns das sagen? Macht Euren PC mal auf und schaut Euch ganz genau die Kondensatoren an. Beispiele seht ihr auf den beiliegenden Fotos. Wenn sich der Deckel etwas nach oben gewölbt hat, ist der betreffende Kondensator mit 100%-iger Sicherheit im Ar***. Meistens ist dann nicht nur einer defekt. Wenn die Spannungsglättung deshalb im PC unsauber wird, führt das zu schweren und kaum zuzuordnenden Fehlern, vor allem beim Start und bei Grafik-intensiven Anwendungen. Bei mir fing der Plattencontroler an zu spinnen.
    Mein Rat: reklamieren, was das Zeug hält, wenn es sich um eine Serie zwischen 2001 und 2003 handelt.

    Dann noch ein Wort zu den Supergamern, die mit der ach so tollen Wasserkühlung arbeiten. Wunderbar, dass die Kondensatoren kaum noch gekühlt werden. Die größte Anzahl gruppiert sich zwar um den Sockel des Prozessors, aber dort weht jetzt ja fast kein Lüftchen mehr. Bravo! Die übrigen Bauelemente, sprich Kondensatoren, sehen damit einer mehrfach beschleunigten Alterung entgegen. Denkt mal darüber nach.

    Damit nichts ins falsche Halsloch kommt: Gigabyte ist genau wie fast alle anderen Hersteller im besagten Zeitraum mit minderwertiger Hardware der Zulieferer verarscht worden. Die aktuellen Produkte von Gigabyte sind langlebig und zuverlässig, was die Zulassung als Lieferant von Fujitsu Siemens bei deren kritischer Qualitätskontrolle beweist.

    Zu den Abbildungen:

    Auf dem Foto 1 sind die gewölbten Deckel der defekten Kondensatoren zu erkennen, mit roter Ellipse markiert.

    Auf dem Foto 2 kann man erkennen, dass aus dem geplatzten Deckel des Kondenstors bereits gelber Elektrolyt ausgetreten ist.
     

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